Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
104
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Der israelitische Gottesdienst stand unterder Oberaufsicht des äußerst prächtig geklei-deten Hohenpriesters, an dessen Gewand diefeinste Leincwand, die herrlichste Seide, derschönste Purpur und Scharlach, die kostbar-sten Edelsteine von allen Farben, inglcichenGold und Silber, angebracht waren. Kurz,es gab nicht leicht ein Volk der alten Welt,welches die Israeliten in der Pracht des Got,tesdicnstes übertraf. Moses richtete aber auchseine bürgerliche und Policeyvcrfassung sehrordentlich ein. Die Gesetze, wodurch er die-selbe befestigte, gründeten sich thcils auf dieNatur, theils auf uraltes Herkommen derHebräer. Von der Natur waren die meistensogenannten zehn Gebote dictirt. Die Fcycrdes siebenten Tages war nicht nur bcy denHebräern, sondern auch bcy mchrern asiali,sehen Nationen, gewöhnlich. Von den Aegyp,tcrn hatten die Hebräer die Bcschneidung ge-lernt. Ein eignes Nationalgcsetz der He-bräer bestand darin, daß ihre Accker alle sie,ben Jahre einmal ruhen sollten. Sie nenn-ten dieses Jahr das Sabbathsjahr. Nachsiebenmal sieben Jahren fielen die verkauftenAccker an ihre vorigen Besitzer zurück. Uebri-

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