bauen sich z. B. künstliche Nester. Die Bi-ber, die Hamster, die Murmclthiere, verfer-tigen sich die wohlcingsrichtctsten Wohnungen.Wie künstlich ist nicht das Gewebe der Spin-nen ; wie bewundernswürdig sind nicht dieZellen der Bienen? Solche mechanische Kunst-triebc besitzt der Mensch nicht. Für denMangel derselben aber entschädigt ihn dieFähigkeit, die Dinge, die um ihn sind, zuerkennen, und mit einander zu vergleich?»,entschädigt ihn die Vernunft, die kein andresThier besitzt, d.e keine angebohrne Fertigkeitist, die vielmehr erst durch Erziehung, Unter-richt und Cuitur ausgebildet werden muß.Der Gebrauch der Vernunft macht dem Men-schen alle Natur - und Kunfttriebc entbehrlich.Sic setzt ihn aber auch in den Stand, alleseine mannigfaltigen Bedürfnisse auf eine ebenso mannigfaltige Weise zu befriedigen.
Für den Menschen ist kein bestimmterWohnplatz, keine bestimmte Nahrung nuthig.Er lebt eben so gut unter dem heißen, alsunter dem kalten Himmelsstriche; er verzehrtalle Arten von Fleisch, von seinen Nebcn-menschen bis zur Auster, alle Arten von Pflan-zen,