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Glaubensbekenntniß und Abschwörungs-Formular Friedrich August II. Königs von Polen und Kurfürsten von Sachsen bei seinem Uebertritt von der Lutherischen zur Römisch-Katholischen Kirche abgelegt am 2. Juli 1697 in Baden bei Wien gegen den Bischof zur Raab
Entstehung
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5. Ich bekenne und beichte, daß der Papst vorallen, in allen Stücken als ein allerheiligsterVater soll geehret werden, dannenhero sollensolche Ketzer, welche seinen Stissten zuwiederleben, ohne alle IlxenptisneS) ohne alle Barm-herzigkeit, nicht allein durch Feuer und Schwerdtaus den Mitteln gcräumet, sondern auch mitLeib und Scel' in die Hölle verstoßen werden.

6. Ich bekenne, daß das Lesen der heiligen Schriftder Uhrsprung aller Rotten, und Secten, wieauch eine Capcllc der Gotteslästerung sei.

7. Ich bekenne, daß die verstorbenen Heiligen an-zurüsten, ihre heiligen Väter zu verehren, dieKnie vor Ihnen zn beugen, zu denselben Wall-fahrten anstellen, sie bekleiden, vor ihnen Lich-ter anzünden, Gottseelig, heilig und nützlichsey.

8. Ich bekenne, daß ein jeder Priester viel größersey, als die Mutter Gottes Maria selbst, alßwelche den Herrn Christo nur einmal gebohren,und nicht mehr gebiehret, aber ein RömischerPriester opfert, oder verschafft den HerrnChristum nicht allein indem er will, sondernauch alle Wege, wenn er will, je nachdem erihn verschaffet, verspeißt*) (eckit) er ihn auch.

9. Ich bekenne, daß vor die Verstorbenen Meße.

') Nach anderer Lesart: ä«l!t, verschließt, verschenkt, über-,gibt er ihn auch.