Druckschrift 
6 (1802)
Entstehung
Seite
408
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die Ehalifen, als MohametS Nachfolger, nichtnur geistliche, sondern auch weltliche Oberhäup-ter des Staates seyn sollen. Nach zoo Zäh-ren wurde ihnen aber die weltliche Macht vonden Ober-Emiren ans den Händen gewunden,und zoc> Zahre später blieb ihnen weiter nichtsals der Titel übrig, und sie stellten jetzt wie-der blos Oberpfarrer von Bagdad vor. Die-ses traurige Schicksal zogen ihnen die Pacht-statthalter, und die türkischen Leibgardisten,zu. Den Chalifcntitei maßten sich in der Fol-ge auch andere arabische Fürsten an. So wurdeaus dem omaijadischen Emir in Spanien endlichein Chalif. Zn Sicilien gab es unter meh-rern Emiren auch einen Eroßemir, der seineResidenz zu Palermo hatte. Die Regierungs-verfassung war sowohl hier, als in Spanien,sehr regelmäßig eingerichtet. Das spanischeChalifat gehörte zu den ansehnlichsten Staatenin der Welt. Anfangs hatten in demselben nurdie Araber das Recht, Waffen zu führen, Eh-renämter zu bekleiden, und keinen Tribut znbezahlen. Aber in der Folge, als die Araberdie Kriegsbegeisterung gegen den Hang zueinem bequemen und genußvollen Leben ver-tausch-