Druckschrift 
6 (1802)
Entstehung
Seite
336
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Z?6

Durch diese Reihen giengen nun die Fürstenund Edlen, die sich vor dem Kaiser demüthi-ge» sollten, die nun vor seinem Throne nie-derfallen, und um Gnade bitten mußten.Sie erwarteten, Heinrichs Versprechen gemäß,daß sie entweder gar nicht, oder nur auf we-nige Tage, in Verhaft kommen würden; aberHeinrich übergab sie den Fürsten von seinerParthey, die den einen in dieses, den andernin jenes Schloß, einsperrten. Die getäusch-ten Fürsten, die jetzt un Gefängnisse schmach-ten mußten, erfuhren nvch überdies das trau-rige Schicksal, ihrer Güther beraubt zu werden,damit Heinrich sich derselben, zur Belohnungseiner Anhänger und Gerreuen, bedienenkönnte. Er vermehrte auch die Zahl seinerBergschlösser. Alles dieses zeigte den sächsi-schen und thüringischen Herren die traurigstenAussichten in die Zukunft. Von den Gefang-nen wurde auch nur ein einziger, der HerzogOtto, in Freyheit gesetzt; doch mußte er seineSühne als Geißeln ausliefern. Bald erschienaber der Zeitpunkt, der auch den übrigen imGefängnisse befindlichen Fürsten ihre Freyheitwieder verschaffte. Hil-