Druckschrift 
6 (1802)
Entstehung
Seite
270
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lichen, und seine ausssrordentliche Freygebig-keit gegen dieselbe, erwarb ihm die Ehre,unter die Zahl der Heiligen versetzt zu werden.Kunegunde, die ihre Herrschsucht, ihre Ranke,unter der Maske der Frömmigkeit zu verber-gen wußte; die, als Kanin, das sonderbareGelübde einer ewigen Zungfrauschaft ablegte;die mußte die Beschuldigung des Ehebruchs,durch die Probe der glühenden Pflugschaaren,abzulehnen suchen. Ein solcher Regent, wieHeinrich II, konnte die Herrschaft über diearglistigen und aufrührerischen Italiener un-möglich mit Festigkeit behaupten. Der Mark-graf Ardoin von Zvrea hatte sich zum Königevon Italien aufgeworfen. Heinrich zog zwar(1004) über die Alpen; aber er blieb nichtlange genug da, um Ardoins Parthey völligzu unterdrücken, und er kam erst nach achtZahren wieder. Ardoin gieng in ein Kloster,und Heinrich II ließ sich (1004 Febr.) zumKaiser krönen. Seine große Ergebenheit fürden geistlichen Stand lockte ihm, als ihn Be-ncdict VIII krönte, in seinem und seiner Nach-folger Nahmen, das fcyerlichc Versprechen ab,

daß