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Zu Rom Hütte indessen der habsüchtigeund boshafte Ceescentins eine so despotischeGewalt sich angemaßt, daß der Pabst Jo-hann XV, dem er nicht den geringsten Antheilan der weltlichen Herrschaft über Rom gestat-tete, den er gleichsam als seinen Gefangnenbehandelte, den jungen Kaiser recht dringendum Beystand bath. Otto war auch kaum fünf-zehn Jahre alt (996) als er schon über dieAlpen zog. Indessen war der Pabst Jo-hann XV gestorben, nnd die Oberhäupter derkaiserlichen Parthey in Rom erkundigten sichbey dem Otto, wen er als Nachfolger desselbenzu sehen wünschte? Otto und seine Nachgeben,unter welchen sich der schlaue Erzbischof Wil-ligis von Maynz befand, waren entschlossengenug, ihnen den lothringischen Prinzen Bruno,einen Vetter des Kaisers, vorzuschlagen; die-ser bestieg den päbstlichen Stuhl unter demNahmen Gregors V, und setzte dem Otto, sei-nem Gönner, (im May) die Kaiserkrone auf.Otto wollte den Cresccntins ans Rom verban-nen; aber der gutmüthige Gregor kennte dessenArglist so wenig, daß er den Kaiser bath, ihm
Ver-