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Der Teppich des Lebens und die Lieder von Traum und Tod : mit e. Vorspiel
Entstehung
Seite
75
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JULI-SCHWERMUT

AN ERNEST DOWSON

Blumen des sommers duftet ihr noch so reich:

AcKerwinde im herben saatgeruchDu ziehst mich nach am dorrenden geiänderMir ward der stolzen gärten sesam fremd.

Aus dem vergessen locKSt du träume: das Kind

Auf Keuscher schölle rastend des ährengefildsIn ernte-gluten neben nacKten SchnitternBei blanKer sichel und versiegtem Krug.

Schläfrig schauKelten wespen im mittagslied

Und ihm träufelten auf die gerötete StirnDurch schwachen schütz der halme-schattenDes mohnes blätter: breite tropfen blut.

Nichts was mir je war raubt die vergänglichKeit.

Schmachtend wie damals lieg ich in schmachtender flurAus mattem munde murmelt es: wie bin ichDer blumen müd der schönen blumen müd!