Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
420
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schießen sollte, so hatte man sehr größe Kmgcln von 50, 60 ja iao Pfnnd nöthig. DieTürken beschossen Constanlinopel mit Kugelnvon 1000 Pfund. Ein Augenzeuge dieserBelagerung, ein Erzbischof von Mitylenc, beischreibt eine türkische Kanone, deren Kugelelf Spannen im Umkreise hatte, und zu de-ren Fortschassung 200 Ochsen erfordert wur-den. Eine solche Kugel, die gegen dritthalbSchuh im Durchmesser hatte, mußte 10 bis51 Centncr wiegen. Eine ähnliche Kanone,die unter der Regierung des Sultans Amu-raths gegossen worden war, sah der Baronvon Tott. Sie schoß eine marmorne Kugelvon iioo Pfund, zu deren Forttrcibung zzaPfund Pulver nöthig waren. Diese unge-heure Kanone bestand aus zwei) Stücken.Sie stützte sich mit der Hintcrkammcr an ei-nen großen Stein, und ruhcte zwischen aus-gehölten Baiken, die in einem kleinen Ge-wölbe, worauf daS Stück eigentlich lag, be-festigt waren. Noch jetzt sieht man in Wienungeheure Kanonen, die von der letzten tür-kischen Belagerung dieser Hauptstadt übriggeblieben sind. Die Türken scheinen also

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