Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
318
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bei, den Ungern so verhaßt, daß sie nochdein Tode ihres Stifters wieder abgedanktwurden.

Sowohl die schwarze Garde, als auchseine übrige Kriegsmacht, brauchte Matthiasnicht genug, um die Türken, die Feinde derChristenheit nachdrücklich zurückzutreiben. Dagegen verwickelte er sich in Kriege, welcheseiner Denkart wenig Ehre machen. Ein sol-cher Krieg war vornehmlich derjenige, den ermit seinem ehemaligen Wohlthatcr und Schwie-gervater, Georg von Podiebrad, führte.Georg, dem schon zur Zeit des jungen Köni-ges Ladislaus weiter nichts, als der Königs-titel fehlte, und der durch Verbindungen mitbenachbarten Fürsten sich Anschn zu verschaf-fen gewußt hatte, war (145Z) von den böh-mischen Ständen zum Könige erwählt wor-den. Diefi sah der Gemahl seiner Tochter,der laudcrsüchtige Matthias, der Böhmenmit Ungern zu verbinden wünschte, sehr un-gern. Nun verschaffte ihm der Pabst einenschicklichen Vorwand, seinen Schwiegervaterfeindlich zu behandeln. Schon Pius IIwar sehr unzufrieden, daß die Böhmen dem

Georg,