Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
152
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durch so beleidigt, das einige tausend der-selben von Prag wegzogen. Ihre Unzufrie-denheit über Prag benutzten nun (1409) diesächsischen Fürsten, die hohe Schule zu Leip-zig zu stiften.

Doch Huß verursachte einen noch vielgrößern Lerm. Er fühlte manche in derKirche und unter der Geistlichkeit herrschendeMißbräuche, so innig, daß er seine Acnsse-rungen nicht zu unterdrücken vermochte. DerMänner, die mit ihm einstimmig dachten,gab es um diese Zeit mehrere. Unter an-dern hatte ein Engländer, Namens Wiklcf,ein Zeitgenosse Karls IV, den Münchsstand,und vornehmlich die Bctteimönche, sodanndie übertriebenen Anmaßungen der bischöfli-chen Gewalt, die päbstliche StatthalterschaftChristi, die Ohrenbcichtc, die Entziehungdes Abcndmahlskelchcs, die Verwandlung desVrodcs und Weines, und das Berkoth desBibcllesens, zum Gegenstände seines stey-müthigcn Tadels gemacht. Seine Schriftenbrachte der M. Hieronymus Faulfisch vonOrford nach Prag. Er übersetzte sie insDeutsche, und empfahl sie so nachdrücklich,

daß