lZ9
schmeichelte. Den Pabst Johann XXIII fürdie Kirchenvcrsammlnng zu stimmen, mar ei-ne der vornehmsten Absichten, die ihn zn ei-nem Römcrzugc bewogen. Zwar wollte erauch den mavlandischen Visconti zur Anerken-nung der kaiserlichen Oberherrschaft nöthigen;aber seine unbedeutende Kriegsmacht, die ihm(141z) nach Italien folgte, erlaubte ihmnicht, diese Sache mir Nachdruck zu betrei-ben. Mit dem Pabste glückte es ihm besser;dieser befand sieh jedoch eben in einem Ge-dränge, wo er seinen Beystand nicht entbeh-ren konnte. Er wurde vom Könige von Ne-apel sehr lebhaft angefochten.
In diesem Reiche waren seit den Zeitendes Kaisers Heinrich VII mancherlei) Händelvorgefallen. Karl II, den Heinrich mit Kriegbcdrohcte, hatte (1309) seinen Sohn Robertzum Nachfolger *). Dieser um den Wohl-stand seines Reiches so verdiente König über-lebte seinen Sohn, und es folgte ihm daher(ig4z) die Enkelin Johanne, eine äusserstleichtsinnige Prinzessin, die ihren Leidenschaf-ten
Oben S. 5.