Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
107
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fehlt haben, indem die Italiener um seineGunst zu wetteifern schienen. Allein Karl,der zu der gefahrvollen Behauptung derOberherrschaft über Italien zu wenig Eitel»kcit besaß, blieb seinem Vorsatze, mit derKaiscrkronung sich zu begnügen, getreu, undwar mit den Geldsummen und den Reli-quien, die er von den Italienern cmpfieng,schon zufrieden. Die Beherrscher der klei-nen Staaten erklärten sich für seine Vasal-len und Statthalter, oder bewilligten ihmeine jährliche Abgabe. Dicß war ihm ge-nug, und es konnte ihm auch genug scyn,da er in Deutschland, wo Reichstage undandre Mittel das Oberhaupt und die Stan-de in Verbindung erhielten, keine größerenRechte hatte. Nachdem sich Karl zu Moy-land zum Könige der Lombarde» hatte krö-nen lassen, legte er (1^55) zu Rom in derCharwoche, in der Kleidung eines Pilgers,erst einen frommen Besuch ab, ehe er, von5000 Reitern begleitet, seinen fenerlichenEinzug hielt. Er verließ Rom noch an sei-nem Krönungstage wieder, und entgieng derGefahr, zu Pisa von Ghibcllincn, die über

sein