zur Zeit der sächsischen Kaiser den Deutschenviele Pracht abgelernt. Die kostbarsten Pelzewaren ihnen zu ihre» Kleidern noch nichtgut genug; sie überzogen sie mit den herr-lichsten Zeugen, und besetzten sie mit Gold.Die edlen Metalle sollen um eben dieseZeit in Polen schon in großer Menge vor-handen gewesen scyn. Nicht nur die Gro-ßen der Nation, sondern auch andre Edcl-leute, trugen schwere goldnc Ketten, unddie Hoffrauenzimmer waren mit goldenenKronen, Halsbändern, Armbändern, gold-ncn Tressen und Edelsteinen so beladen, daßsie fast nicht allein gehen konnten.
Auch die Ungern waren von einer fei-ueru Eultnr noch weit entfernt. An ihrerKleidung bemerkte man eine auffallende Un-sauüerreit. Ihre Wohnungen lind Besitzun-gen standen zu jeder Zeit offen, und dennochgehörre die Dieberc» so sehr zu den gewöhn-lichsten Lastern der Ungern, daß selbst die Vor-nehmsten sich nicht schämten, Hühner, Ganseund Acpfci zu stehlen, daß die härtestenStrafen den Diebstahl nicht zu verhindernvermochten. Wer mehr als den Werth eines
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