28
Jemand inzwischen auf dem ungarischen Bockfattel das AH-und Aufspringen versuchen, so faßt die rechte Hand den vor-dersten Zwiesel; das Aufschwingen des rechten Fußes mußbei diesem Sattel dann nach Art des Fechlsprunges ausge-führt werden.
Auf Manegen, wo keine Vorübungen auf dem hölzer-nen Pferde gemacht werden, und junge Leute nur Vorkennt-nisse vom Voltigiren erhalten wollen, übe man: Auf- undAbsitzen ohne Bügel; den Fechtfprung; das Abschwcben feit-und rückwärts; von hinten auf's Pferd und bis in den Sat-tel; daS Ab- und Aufspringen in langsamer oder stärkererBewegung nach Talent und Neigung der Schüler.
Oft vernimmt man zwar von Personen, die dem Vol-tigircn nicht so geneigt sind, die Aeußerung: „Wozu nützendiese Hebungen? sie sind nur brotlose Künste; der Soldatbraucht dieses im Kriege alles nicht, wenn er nur fest zuPferde sitzt und solches zu führen versteht." — Doch ebendurch diese Hebungen Wird sein Sitz mehr befestigt und dieFührung des Pferdes verbessert, indem der Soldat ge-wandter wird. Auf dem Felde und im Dienstgebrauch rei-tet der Soldat mit seinem Pferde auch keine Seitengänge,wie Schulter herein, Travcrs, Revers :c., und doch machter im Frieden durch diese Lektionen sein Pferd thätig undgewandt.