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Wilhelm Bassermann, 1744 - 1811, Kaufmann in Heidelberg, und seine Nachkommen : beiträge zur Bassermann'schen Familiengeschichte
Entstehung
Seite
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Sie urtheilen über die Revolution in Frankreich, wie wirschon oft unter uns davon gesprochen haben; wir hoffen, dieVorsehung wird es am Ende doch zum Besten lenken, anjetzobeklagen und bejammern wir die viele unschuldig Unglückliche,die dadurch gemacht werden. Dem Menschenfeind Sadoulgönne ich, wenn er nun auch fühlen lernt, was unterdrückenist. Unsere Pfälzer haben aber keinen Mut, es ist ein weich-liches Volk, es lebt ein jeder nur für sich in der Welt; herrschteein Lorp8 ck'esprit unter ihnen, so könnten sie anjetzo ohneAufruhr sich das Joch der Landschreiber abschütteln, man hatviele Histörchens erzehlt, was die Bauern in einigen Ober-Ämtern unternommen hätten, es bestättiget sich aber nichts.Nur das kann ich mit Grund sagen, daß die Bürger in Heidel-berg auf eine sehr vernünftige Art, Vorstellungen gegenverschiedene Misbräuche und üble Verwendung der StadtEinkünfte gemacht haben, ob sie aber nun standhaft sind,und das angefangene fortsetzen, wird die Zeit lehren.Warum fallt es mir so schwer, Ihnen eine Geschichte zuerzählen, die mich betrifft?

Es wird Ihnen nicht erinnerlich seyn, daß ich immerHerrn Bassermann hochschätzte, und oft meine Nicce glücklichpries, einen so verständig und gesetzten Mann bekommen zuhaben. Sic wissen aber auch, daß ich mich über sein Be-tragen nach dem Tode meines Bruders, wegen der Versorgungseiner Kinder, welche er ganz allein auf meinen hiesigen Bruderwälzte, beklagte. Dießer Vorgang verursachte eine Kälteunter uns, daß wir beynahe nicht mehr zusammen kamen.

Bey dem Tode seiner Frau glaubten wir, nun würdenach und nach alle Verbindung aufhören, wir verwundertenuns aber sehr, daß uns Herr Bassermann seit dieser Zeitalle Woche besuchte und meinem Bruder alle seine Häus-liche Umstände entdeckte, ihm seine Hans-Rechnungen dar-legte und ihm von Jahr zu Jahr den Gang seiner Ge-schäfte zeigte, dies that er, wie er sagte, nm meinen Bruderzu überzeugen, daß er das Vermögen seiner Niece wohl