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Vortrag zur Gedächtnißfeier König Friedrich Wilhelms III, gehalten am 3. August 1843 in der Universität zu Berlin
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den gegebenen Verhältnissen, bisweilen sogarvortheilhast wirkten. Seine edle Milde und Hu-manität ging allerdings mannichmal in Schwächeüber; sein Talent, sich in fremde Ansichten hin-einzufühlen und zu denken, führte zu Schwan-kungen beim Beschließen und Ausführen; seinGlaube an die Einfachheit, Rechtlichkeit undAufrichtigkeit der Menschen, täuschte ihn überden Werth manches Zudringlichen, und seineritterliche Verehrung der Frauen schützte ihnnicht gegen Täuschungen und Betrug. Ande-rerseits beschwichtigte seine, aus dem Herzenkommende Liebenswürdigkeit, selbst Gegner undFeinde, und in jenen Unglücksjahren, wo esuns an Eisen und Schwertern fehlte, hätte eineiserner Charakter Nichts erreicht.

Zu der Zeit,' wo Napoleon die größtenSiege über die Spanier erfocht, hegte Harden-berg die festeste Ueberzeugung, daß sie sich vonder Fremdherrschaft befreien würden, und er

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