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2) Man führte die Messe ein, und behaup-tete, in derselben werde das Brei? und der Weinin den Leib und das Blut Christi verwandelt,und Christus jedes Mal anf's Neue Gett geopfert;durch ein solches Opfer erlangen Lebende undVerstorbene Vergebung der Sunden, es werden da-durch viele leiblichen Uebcl abgewendet u. s. w. —ungeachtet Gottes Wort uns lehrt: „Christus istEinmal geopfert, wegzunehmen Vieler Sün-den" (Hebr. g, 28). — „Christus hat EinOpfer für die Sünde geopfert, das ewiglich gilt"(10, 12.) — „Christus hat mit Einem Opfer inEwigkeit vollendet, die gehciliget werden" (14.).
Z) Man lehrte, außer Himmel und Hblle gebees noch einen dritten Ort nahe bei der Holle,nämlich das Fegefeuer, wo die Seelen derVerstorbenen, ehe sie zu den Seligen komme»,von ihren noch anklebenden Sünden gefegt werde»,sie abbüßen müssen (jedoch durch bezahlte Messenund Fürbitten davon erlöst werden konnten); —wenn gleich JEsns den mit Ihm gekreuzigtenbußfertigen Ucbelthater versicherte: „h e»te nochwirst du mit mir im Paradiese (im Wohnsitze derSeligen) seyn" Luc. 25, 45.,— und das Evan-gelium uns lehrt: „selig sind die Tobten, die indem HErrn sterben, von nun an" (sogleich nachihrem Tode^j (Offcnb. Joh. 14, i5.).
4) Man erzeigte nicht bloß gewissen Menschen,die man für heilig hielt, besonders der Maria,