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Nachrichten über die Familie Frohn nebst Mitteilungen über die Familie Kußell und von Heiligenstein
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reformierte Gemeinde, später auch eine besondere holländischeGemeinde. In dem dreißigjährigen Krieg wurde Mannheim übelzugerichtet, von Tilly erobert, die Einwohner wurden wegenihrer Religion drangsaliert, wanderten aus und zerstreutensich; nur wenige waren am Ende des Krieges zurückgeblieben.

Im Jahre 1052 begann Kurfürst Karl Ludwig, derSalonio seiner Zeit genannt, die Wiederherstellung Mann-heinis. Beim Wiederaufbau wirkten viele Wallonen mit. ImJahre 1666 bestand die Gemeinde aus 432 Familien undhatte zwei Prediger und zwei Schnllehrer, dazu eine Schnlfranfür kleinere Kinder. Dann kam der Orleans'sche Krieg, indein die Stadt durch die Franzosen unter Führung desDauphin's von Frankreichs dein Sohne Ludwigs XIV. be-lagert und zerstört wurde. 12 000 obdachlose Leute zer-streuten sich nach allen Himmelsgegenden. Damals, imJahre 1689 zog der größte Teil der Wallonen nach Magdeburg.

Im Jahr 1697, dein Jahr des Rhswiker Friedens begannder Wiederaufbau Mannheims, die zuziehenden französischenFamilien (reln^ies) vereinigten sich mit den zurückgebliebenenWallonen und bildeten wiederum eine Gemeinde. Auch vieleWallonen kehrten aus Hanau und Vindeken mit ihrem PredigerRaboudet nach Neu-Mannheiin zurück. Sie bauten auf denFundamenten der alten Kirche eine neue kleine Kirche, imJahre 1739 eine große Kirche ans. Daneben stand die dentsch-refornnerte Kirche, beide durch Thüren verbunden. (14 2.)Die Wallonen hatten ihre Vorsteher und Ältesten (las nnciermcke l'eAlise Ballone). Bis zum Jahre 1811 wurde dasStandesregister in französischer Sprache geführt.

Im Jahre 1821 bestand die wallonische Gemeinde nochaus 130 Seelen. Am 7. Oktober 1821 wurde die wallonisch-rcformierte Gemeinde in Mannheim mit der deutsch-reforiniertenGemeinde vereinigt.

Der Vercinigungsvertrag der wallonischen und deutsch -reformierten Gemeinde war am 29. Juni 1821 abgeschlossenworden.