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Abtruck || Deren || Vor Ihro || Römisch-Kayserlich- || Und || Königlich-Catholischen || Majestät || Preyszlichstem Reichs-Hoffrath || Wider || Ihre Churfürstl. Durchl. zu Pfaltz || Als || Hertzogen zu Gülich und Berg etc. || In Appellations-Sachen || Gülich- und Bergischer Landständen || Pro & Contra || Gepflogener Handlungen
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Mcrdurchleuchttgsier/zc. :c.

Allergnadigster Kayser/ König und Herz / Herz

Emnach in dem von Jhro Churfürst!. Durch!, zu Pfaltz unterm 8. August, vori-gen l7^o.ten Jahrs an Ew. Kaysert. und König!. Majest. erlaßenen Bericht-schrei-den der Unstand und Unvermögenheit hiesiger beyder Gülich' und BelgischenLanden EmgesistemrLonrribuemen hicrauß haubtsächiich entstanden zu seyn angege-ben wird/ daß die darin begülherte Ritterschafft sich allen Lastes entziehen / und denselben demarmen iandtmann auffweltzen thäte: mithin dieser/der Ritterschafft alle Reichs - und Crayß-Lasten/ privileZurceste Türcken-Stewren/und zu allersiilhsEcinl'ervarionemgewtlligte feind-liche dcznrrikurionez vordezahlkt/ und neben denen kizrck.und Demarchen -Beschwämüssenallein abtragen müste: auch würcklich Zeit zweyen jüngeren Kriegen an Reichs- und Crayß-Anlagen/so dan feindlichen (^«ncriburionen über zwey Millionen vorbezahlt hatte; und deß-wegen Ewer Kayzerl. und König!. Majcst. zu Ersetzung dieser vorbezahlter Gelderen der Rtt-terschafft allergnädigstanzudefchlen/und die unmäßige F: eyheicen / wohe nicht zumahlen auff-zuhcben^'eooch wenigst dahin zu moäikciren aUerqnädtgst geruhen mögten/daß die Ritter-Sitze in Venen Türcken-Stewren/ und übrigen Reichs-mW Crayß-p^liärionen/fw raraIhrer anhabender Länderey/ concurriren sollen;

So befindet sich Gülich - und Bergische Mterschafft höchst genöthiget/ umb Ewer Kay-serl. und Kömgl. Majest. / und der Ehrbahrer gantzer Welt den Unfug der vom Berichlstclltrallein zur unverdienter ihrer Bescbmitzung / und befiisscner St'fftung einer viviüon inrer5rAU5I^sbile5 He Livicoz in communi Nacrice Lsuzz außgtsundkNkr BtYM ffÜNg/ klärlich anzuzeigen/

in aller tteffester Untetthämgkeir zu remonstrirenVor erst/ (^uo ^ure, nicht allein die Ritter-schafft/sonderen auch die Unadliche/welche in beyden Landen Ritter-Sitze besitzen/ deren de-nmselben anklebender Freyheiten genießen? und daß auch die Ritterschafft nicht

allein in denen Türcken Stewren/ sonderen auch in denen feindlichen Omribuüonen / undsonstigen Reichs - und Crayß - Anlagen beygetragen habe: folglich unwahr seye / daß dieRttterschafft allen Last von sich ab - und dem armen Landmann auffgejchobm / und dieser derR tterschafft die Türcken - Srewren und feindliche donrriburioucs vorbezahlt habe.

DieFreyhe r/ welche Gülich. und Bergische Ritterschafft Ihrer von allen kcal-und l >er-lonalj Lasten freyen Ritter s Sitzen genießet/ ist in Privilegs ex ZTculo l z.rio Lc conrinuz us-Que buc non inrerruprä postc Niione gegründet: UNd sölgllchM das Poüellorium hierin Vitl besterwnäirct/ als das jmtge/ weiches der Berichtsteller der einseitiger zwänglicher Außschreibung-halber auff einige wenige Jahren auß denen Kriegs- Zeiten ßuncliren will; hiesiges bezeugetdas Privilegium Hertzogen ^clolphj, des ersteren Marg-Graffen und Hertzogcn zu Gülich^iibelmi Ubr Enckelen vom 8. Tcpremb 1404., in welchem Er der Ritterschafft ihre Rech-ten und Gewohnheiten coukrmirck/ so s uri porm üiz sonanr^ rote die van Alders in AydenGrasten und Grasten Unseren Voorfahren / Gheimben

und Amchherren( welche iu8XcuIo i z.rio gclebet/ und regieret haben) gewesi sind/mfol-genden puA^en bestehend: daß die Hatffleuth/die auffihren eigenen Gütheren sitzen / unge,schätzt bleiben sollen; Irem: daß die Ritterschafft an ihren Wälderen und Aeckeren nichtsolle befchwähret werden ; iremdaß der Ritterschafft ihr Holtz und Kohlen/ so durch dasLand geführet werden/ Zoll - frey bleiben sollen ;

Dieses Privilegium ist i m Jahr 1 447- vom Hertzogen Qerarclo emewert; und gar imJahri45o. von demselben dahin exrcnüiret worden/ daß alle Schatz-Güthere / welche dieRitterschafft an sich kauffen würde/ -l claro des Kauffes von allen Lasten / gleich übrige ihrefreye Ritter - Güthere/ frey seyn/ und so lang bleiben sollen/ a!6 die Ritterschafft selbig? m Hän-den haben würde: so bald aber dieselbe wieder an Bürger und Haußleuth verkauftet würden/alsdan Sie entfrepet seyn/und Schatz und Dienst davon gelten/und thuen sollen/wie vor-hin zc-

WelcheSaber imJahr i5->6. m dem/zwischen Ihm Hochfürstl. Durchleucht^!^'MIKelm, und denen Gülich - und Bergischen Landständen den z. Februar, getroffenen ver-bindlichen Vergleich dahin moMcirt worden/ daß die Freyheit der Ablichtn Ritter - Sitz/wanauch gleich von Unadlichen besessen würden/allerdings bleiben. Sonstm aber die Gülher/ siewerden von der Ritterschafft oder Unadlichen acguirim/ ihre Atth und Natur / welche sie ge-habt/ behalten/ und nicht mehr die Schatz - Güter/ wan sie von Änlichen Persohncn erkaufftwürden/ von Schatz/Stewren/ und anderen Diensten frey seyn/sonderen ihre vorige Naturbehalten/ und nicht verkehren sollen.

Und