Von dem Ertz-Bischojs?riäeric0. ZZ9
er sich in dem Closter Fulda, (d) wurde aber Anno 937. auf dem Ertz Bi-schöfflichen Stuhl erhoben. 0)
§. n.
In denenjenigen Unruhen, in welche der Kayser 0^0, heym Antritt seinesReiches, durch einige widerspenstige Reichs Fürsten verwickelt wurde, hielteer es mit dessen Gegen-Partie, worunter inFotharin-gel, einer der Vornehmsten mitwar, welches dann auch die Ursache maggewesen seyn, warum er sich dem Kayser wiedersetzet. 0) Als aber Kay-ser Otto Anno 939- vor Breisach gieng, die unruhige Fürsten unversehensüberfiel, und sie in die Flucht trieb; bey welcher , derPfaltz Graf, erWagen wurde, der Hertzog aber im Rhein er-söffe, so mußte Ertz Bischoff nach Fulda, und der StraßburgischeBischoffnach Corbey ins Elend wandern; 0) wiewohl erdoch Uu 2 bald
Hertzoge Qi5elk>erto nicht so nahe verwandt gewesen wäre, so wüßte ich nicht, warumer demselben so feste sollte angehangen, und wieser den Kayser conthu-iret habe.Daß Lertelius und kNrXus besten nicht gedacht, benimmt der Sache nichts. Dannwir haben in andern Fürstl. Familien eben dergleichen Exempel, daß der alten Lenea.loZisten und Mlborici, einige derselben übergangen, und deren nicht gedacht, die aberdoch nachgehensaus bewahrten Urkunden entdecket worden, wie ich dergleichen verschie-dentlichs beybringen könnte, wofern es an diesem Orte meines Vorhabens wäre.(k>) schreibet in in des Hrn. Hof-Rath Mlenckens
///. p. 471. Läucatus k-'ulclss; er setzet aber nicht hinzu, ob
er als ein Mönch darinnen gelebet,sc) da er des Todes seines Vo rfahrs gedencket, so schreibet er, p. 261.
also: ttuic (t^ilclebert») ll7iickericus kucceclen« Oeo ^lacuit ^ leculo.
§. 2.
(s) in ejus vitg, P.47!.
(b) Der Ertz-Bischoff?i-iclericus befand sich zwar Anfangs selbst bey dem Kayser imLager vor Breisach, nebst dem Bischoff zu Straßburg Ru6Iigl-6o, und versuchte einenFrieden zwischen dem Kayser, und seinen Gegentheil zu stifften. Er hatte auch damitschon würcklich den Anfang gemacht; wie aber dieses alles zum Vortheil der mißver-gnügten Fürsten eingerichtet war, aus welchen Ursachen der Kayser solchen nicht billi-gen und gut heißen wolte, so begab er sich mit Uuclkardo. dem Bischoff zu Straßburg,des Nachts heimlich aus dem Kayserlichen Lager in Willens nach Metz, und dem Her-tzog Likelberto und blenrico, des Kaysers Bruder entgegen zu gehen, um mit denen-, selben sich zu berathschlagen, was bey so gestalten Sachen nun weiter zu thun scy. DieSache schlug aber wieder sein Vermuthen gantz anders aus, dann, als Lllelbertus
und