Ob vor dem H. Lonss. Misten in Thüringen gewesen. 225
mehr wird gehandelt werden. Es war damahls noch keine ChristlicheKirche in Thüringen, sondern dieses Hertzogs Sohn hat m
dem Südlichen Theile, der nachgehens Ost-Francken genennetworden, dieerste, und zwar auf dem Berge bey Würtzburg erbauet, (H Hingegenhatte das Heidenthum damahls noch die Oberhand, und die Thüringer ver-ehreten unter andern Abgöttern insonderhet die viana, sä) welche sie mitdenen alten Sachsen und Francken gemein hatten, weilen diese drey Völ-cker aus dem LNeiione5o Limbrica ihren Ursprung hatten. Diese Vinnum,wie sie die Lateiner heisten,nenneten die altenThüringer und Francken vvv-vä. oder , welcher Name noch heutiges Tages unter denen Thü-ringern und Ost-Francken bekannt. Die Bauern in diesem Lande wissenhunderley Sachen von ihr zu erzehlen. Sie geben vor, sie sey die Führe-rin des wilden Heers, welches sich mit Jagd-Hörnern, Hunde-Geschreyund Iager-Ruff hören laßt. 0) Man frage sie nur darum, so wlrd mansein blaues Wunder hören. (5) Dahero ist auch der Aberglaube entstan-den, ob führen die Unholden oder Hexen in Geftlischasst der vwn-x, oderder so genannten Frau Holla aus, und ritten mit ihr auf verschiedentlichen(Thür.Ehron./Z.THeil.) Ff Thie-
tus, in branconia ääem Lbl'icki pra?äicgvit, Vv8b>ertum esu8äem reAoni8 Ducemconvertens. Noch mehl! handelt hiervon p'.
(c) Ein von einem ungenannten ^uMore geschriebenes ein-
halten in des Herrn von Eckhart /.p> 816. meldet hiervon fol-gen des : ^nno Dvmini 706. tZo?perto a Ü .U8 interfeöbo, üIlU8 e )U8 Iäetgnu8 inmonte ^'irxpurcb in donore L. Vü'A. Darias primam vccleiiam conliruxit, <8- 6c-äioari lecit.
(ä) Der Herr von Gckhart hat I.c.p.276. solches gelehrt ausgesühret, wohin ich dengeneigten Leser verweise. Zu Nassenfels in dem Bißthum Eichsiett, welche Gegendvor Alters zu Thüringen gehöret, stehet man noch heutiges Tages in dem alldasigmSchlosse ein Dianen-Bild, als ein Überbleibsel der alten Heidnischen Abgötterei). ZuNürnberg aus dem Schlösse wird ein gleichmäßiges gezeiget. Vor einigen Jahrenhat man be» einer gewissen Gelegenheit zu Würtzburg der Dianen Bildnis, nebst nochzwcy andern aus dem Mayn herausgezogen, welche noch allda sollen zusehen sepn.
(e) Siehe Thrisi. Philipps von Wallenfels p. 376°
<k) Sie sagen unter andern : Wann eine Weibes-Person vor Weihnachten ihren No-cken nicht abspinne, sondern lasse etwas von Flachs darauf, so komme die Frau Hol-la, und thue einen siinckenden Possen darein.