Druckschrift 
Buch 2, Theil 1 (1738)
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

44 I. Absatz. IX. Kapitel,

den, die allein von denen Wenden an die Sachsen stießen, llnd mit ihnengräntzeten; Naäuitus aber der Thüringer Hertzog an der Donau mit denen'Wenden Slaven voll auf zu thun hatte, unter der Anführung ihres Heer-Führers vel 'VMi, hl) 6Z2. grausam in Thüringen und Francken ein-fielen, und bis am Rhein ihre Streiffereyen sortsetzeten und dieses konntensie nun so viel ehender thun, weilen die Australier, in Abwesenheit des Kö-nigs sich sehr saumseelig erwiesen denen Wenden zu widerstehen.

§. VII.

Indem aber die Bischöffe, und vornehmste des Austrasischen Reichs,vciMdei-to, wie er nach Metz kam, riethen, er solle seinen Printz Lieder-tum zum König in Australien einsetzen und ordnen, damit man denen Wen-den desto eher wiederstehen könnte, so ließ er sich diesen Vorschlag nichtmißfallen, und setzte demnach ersagten seinen Printz zum König in Austra-sien ein, und verordnete auch, er solle zu Nitz seine Nelläen? nehmen. Erübergab ihm auch so viel Geld, wie viel es nöthig schiene; und weil LiZe-bei-tus damahls noch ziemlich jung war, so verordnete er ihm cumbermmund ^äüiZMum zu Ober Aufsehern, oder Ober Hofmeistern, durchderenRath und Anschlage, benebst der Austrasier Hülffe denen Wenden undSorben auch ein Gebiß ins Mau! geleget wurde, daß sie Thüringen undandere Franckische Lander mußten in Ruhe lassen. Wiewohl auch nochin eben diesem Jahre welchen König OsZodei-tus zum Her-

tzog in Thüringen eingesetzet hatte, zu verschiedenenmahlen denen Men-den wichtige Stoffe anbrachte, und als Sieger in die Flucht jagte; Esthat sich aber doch bald wieder ein Unheil hervor, kaüwius sähe, weil erkeinen gleichen, noch höhern über sich leiden wollte, ^äaiZiieium mit neidi-schen Augen an, ließ auch nicht undeutlich an sich eine Nedeilwn gegen denneuen König Lixederrum mercken, welche nach der Hand auch ausbrach,wie wir in dem folgenden Capitel hören werden.

§. VIII.

Z. 6.

(3) Dieser war vorher ein Fränckischer t-enei-U gewesen, und in denen vorhe-

ro eroberten Sorbischen Städten zum cZouvernem- eingesetzet worden; Wie er aberder annahenden Macht der Sorben nicht zu widerstehen vermochte, so trat er auf derWenden und Samoms Seite, und halff nun die Fränckische Provintzen verheeren.

Vit). IV. c. 2Z. <7. Der Freyherr Valvasor in

berühre desHeptzogchunwCpgm, Uib.X. x-isi.