Druckschrift 
Buch 2, Theil 1 (1738)
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

4 I. Absatz. I. Kapitel,

Doch ist inzwischen nicht zu zweiffeln, daß er hin und wieder werde Gra-fen eingejeßec haben, welche das Volck nach denen ihnen vorgeschriebenenGesetzen regieren, und dasselbe in dem Gehorsam und Treu erhalten müs-sen. (b) Die Camcral-Gesälle sind durch HW/ oder w, wieman damahls redete, besorget und eingetrieben worden.

§. in.

//. //. giebt uns hicrvoit folgende Nachricht,und saget: ckckmringos ollm nullas clecimas ckecliile; Hernach setzet er weiter hinzu:Leck ack eoguinam ssegis in guin^entorum porcorum tributo annuo a lie^e Llckl-ckerieo iplis impolüo, tenebantur. Ilkuck tribnrum remitlum eck 'Ldui'inAis gl)Ickenrico Rege cke Lc>venb>ereki, 26 prec.es 6c olü'eguia venerabiüs Oomini Olrici(V/ilnelmi) cke VVimar > ckrineipis 'Iburingorum.

<b) In einem geschriebenen Thüringischen Lssronieo, finde ich hiervon folgendes:Nachdem die Stadt-Erffurt von Anbeginn bis hieher 7O. Jahr unter denen Thü-ringischen Königen Hörern, Athanarichen, Baldrichen, rvlöholffen, Gün-thern, Merrvigen, Basim und Ermfrieden gestanden, und von der Zeit an istThüringen eine ckrovin? des Franckischen Königreichs worden, und stund also keinemFürsten, Grafen oder Herrn erblich, sondern allein demKönige ohnmittelbar zu,wel-cher seine Beamte, Stadthalter, Voigts oder Grafen, in gewisse Gegenden von Thü-ringen verordnete; Ein solcher Graf oder Voigt hatte gewisse Gegenden von Thürin-gen und so viel Dörffer unter sich, daraus er allemahl 1 ovo. Mann aufbringen, undauf Befehl dem Königlichen Feld-Obristen (den man auch Hertzog nandte) ins Feldgegen den Feind zuschicken konte, wurde endlich erblich zu Gleichn, Apolda, Mühl-haussen. Der Lomes paZsnus oder Gebieths-Graf, relickirte an einem Orte, da eineBurg war, und hielt daselbst über seine pgganos das Gerichte, hatte zum wenigstensieben von denen Edlen das Landes zu Gerichts-Schöpssen, und zweyVicarien, nem-lich einen Schultheißen, der in Schuld Sachen, und einen Probst, der in Erb-undEigen-Sachen zu erkennen hatte; Weilen nun Erffurt ihres pagi Haupt war, unddie Merwigs-Burg hatte, so befund sich daselbst auch ein Grase. Weilen alihier derGrafen gedacht wird, so will ich dasjenige mit einrücken, was hiervon Bmhart inseiner Thüringischen p. i4.gedencket, woselbst man folgendes ließt; Anno

554.seynd die Grafen in Thüringen aufkommen, und kamen die von Schrvarg-burg an den schwachen Wald, und erwehleten einen Berg daselbst, zu einer Burg,allda saß ein Aöler, der hatte einen Meiler oder Aolkauten allda gehabt, und da-rum, daß es an derselben Stete schwach war, nenneten sie die Stete Gchwarg-burg.

Die andere Grafen so in Thüringen wohnen, die Nerven mit verkehrten Hal-sen in ihren Wappen führen, die kamen alle auf die Zeit mit ihnen ins Land, undauch etliche Freyherren.

Die