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Stammbaum und Chronik der Familie Zeller aus Martinszell in Bayern von 1500 - 1900 : nach gedruckten Quellen, amtlichen und privaten Mitteilungen
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Jüngerer Zweig Venggen.

.10. Christian Heinrich Zellcr*) HS. v. 32). ^ Hohen-Ent-ringcn 20. März 1770. Bezog im Jahre 1707 die Universität Tübingen,nm gegen seine eigene Neigung, ans des Baters Wunsch die Rechte zustudieren. Schon zu dieser Zeit regte sich der paedagogische Zug in ihmund äußerte sich darin, daß er mit Eifer passende Gelegenheiten zur Er-teilung von Privatunterricht ergriff und zu diesem Ende auch gerneaufgesucht wurde. Im Jahr 1801, nach Beendigung seiner Studien undkurzer juristischer Praxis, erhielt er die Berufung als Hofmeister i» einAugsbnrger Patrizierhaus. Er bewährte sich hier so gut, daß er schon1803 von einer Anzahl von Familien in St. Gallen zur Gründungeiner Privatschule dorthin begehrt wurde und in der Folge dort 6 Jahrelang erfolgreich wirksam war. Im Jahre 1809 wurde ihm die Leitungdes Volksschulwesens im Bezirk Zofingen übertragen, in welcher Stellunger bis 1820 blieb. Gelegentlich einer Zusammenkunft mit glcichgesinntenFreunden sprach Zeller den Gedanken ans, daß in Deutschland und denNachbarländern viele Orte seien, in welchen Missivnsanstalten ebensonötig sind, wie unter den Heiden. Diese Idee führte endlich zur Grün-dung der Anstalt für verwahrloste Kinder und freiwillige Armenschnllehrer-Zöglinge in Beuggen. Die Leitung wurde Zeller übertragen und imJahre 1820 von ihm übernommen und es ist ihm gelungen, hier einMuster zu schaffen, welches vielfache Anregung und Vorbild gegebenhat. In frischer Tätigkeit, weit und breit wie ein Patriarch verehrtund geliebt, starb Zeller in Beuggen am 18. Mai 1800.

sBiographien, welche sich mehr, als es hier geschehen kann, überdas Wesen, die Ziele und Ergebnisse seiner Bestrebungen verbreiten undauch seine litterarische Tätigkeit würdigen, finden sich in der Herzog-Plitt-Hanck'schen Real-Enzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche1888 schon Prof. Palmer in Tübingen); Allg. Deutsche Biographie 45.25. hv. Sander). Schmid-Schrader's Encyklopaedie des Erziehungs-». Unterrichtswesens. 2. Aufl. X. 1887. svon Strebel). ThierschCh. H.Zellers Leben". Basel. Schneider 1870. 2 Bde. 8". Für Feste undFreunde der innern Mission. Ges. u. hrg. v. M. Hennig, Berlin 1000.Heft 33 (von Jnsp. Zeller).)

»1 Sehr ausführliche Nachrichten über ihn und seine Nachkommenschaft bietet dieSchrift!Stammbaum der Familie Zelter- Siegfried . von P. K. G. (Kober-Gobat)u. F. V. W. (Veit-Werner). Als Manuskript gedr. Basel IS92.