Druckschrift 
Stammbaum und Chronik der Familie Zeller aus Martinszell in Bayern von 1500 - 1900 : nach gedruckten Quellen, amtlichen und privaten Mitteilungen
Entstehung
Seite
174
Einzelbild herunterladen
 

174

licht« solch machende» Religion insormiren und da«« no. 1694 in derDanpt-Kirch zu Tübingen nach abgelegtem Glaubensbekenntnis öffentlichtaufen und obigen Namen geben lassen; wurde den 25. Septembrisabends ehrlich begraben, ihres Alters ungefähr von 70 oder 80 Jahren."Keller wurde nach seiner Heimkehr Kriegsrat, Inspektor des Salpcter-wesens in Würtemberg, als solcher in Schorndorf stationiert, Obristlientnant,dann Kommandant von Höhen-Tübingen, alles dies zwischen 1686 und1693. Uber seine Wirksamkeit in Tübingen ist Hans Zellers Merkw.v. Tüb. 1743). Folgendes zu entnehmen: ,,^o. 1693 kam ein großesDetachement von Franzosen gegen Tübingen anmarschirt, unter Commandodes Generals Melac. Der Commandant ans dem Schloß, . . . FriedrichHeinrich Keller, gab Anfangs durch einen blinden Schuß von demobern Rondell ein Zeiche» zur Warnung. Als aber die Feinde dennochsich in den Tenzen- hvnlgo Benzen-) Acker hereinzogen, so geschah,(welches ich damals als ein gar junger Mensch mit angesehen) von demWall ein sehr scharfer Stuckschuß, welcher bis an die Franzosen hin-langte, nnd verursachte, daß, da besonders auch die Stadt demüthig undmit Offerten begegnete, diese Truppe» sich zurück zogen, nnd sich nichtsweiteres Feindliches zu thnn unterstanden". 2.Die Schloß-Kapellein Tübingen wurde in guten Stand gesetzt durch de» damalige» Com-mandanten Herrn .... Keller . . . Dieser hat durch seine Wache allerUnordnung fleißig vorgebengt nnd alles Geschwätz innerhalb nnd außerhalbder Kirche ans das Sorgfältigste verwehrt nnd bestraft nnd zuweilen dieDelinquenten anch mit Arrest bestrafen lassen".

Am 26. Juli 1709 quittierte Keller den Militärdienst, war fortanbis 1732 Oberamtmann in Merklingen nnd starb 1738 im Ruhestandin Stuttgart, 84 Jahre alt. Sein Vater war Johann Heinrich Keller,Amtmann in Gochsheim, 166875 Untervogt in Lanffen, 1678 reysigerSchultheiß in Horrheim; dessen Eltern: Philipp Keller, Kanzleiverwändterin Stuttgart nnd Beatrix Aulber, Tochter des Matthäus Anlber hl608Gastkellers in Stuttgart, vorher Kellers in Sindelfingen, seit 1631 Rent-kammer-Expeditionsrats in Stuttgart, ff 27. Jan. 1630; Sohnes vonMatthäus Alberus, 1572 Kanzlei-Advokaten in Stuttgart). Keller warin erster Ehe seit 1678 verheiratet mit Marie Magdalene von Gemmin-gen, Tochter des am 17. Juni 1689 verstorbenen Johann Rudolph vonGemmingen hl 676 Forstmeisters in Dornberg, wohnhaft in Vaihingen,seit 1677 Forstmeisters in Schiltach, vorber Rittmeisters und Geleits-banptmanns in Vaihingen) und seiner Gattin Angelica ....