Anna Beate Zell er HT. v. I) 1632 1' Brackenheim15. Mai 1573. X 8. Inli 1651 Wolfgang Wiiholm Scholl 16271'Brackenheini 27. Feb. 1688; 1651—69 Diaken, 1669—88 Stadr-pfarrer in Brackenheiin.
sAls Kurivsum inöge hier ein Brief des Brautvaters Plah finden,in welchem derselbe die Vertreter der Lokalbehörden zur Hochzeit seinerTochter bittet: Aufschrift „Dem Ehrenvesten und Hochgeachtet, auebErfahrenen, sorgsam, fürsichtigen und bescheidenen Herrn, Vellern, Bür-germeistern, Gerichts- und Nathsverwandten in Wildberg, Meinen sondersgünstig geehrten und viel geliebte» Herren ete.
Ehrenvöster, Hochgeehrter, Ersarcncr, weyser; sürsichtige, bescheidenen. Sonders günstig, geehrte Herrn.
Denselben ist unverborgen, was maßen außer sonderbahrer Schick-hnng Gottes des Allmächtigen, auch aufs vorgebrachte Abrednng undEinwilligung der Freundschaften, Ich meine geliebte Tochter, AnuamBeatam, dem würdige» und tvolgelehrten Herrn, iU. WolfgangoWilhelmo Schollio, diacono zu Brackenheiin, des wehland Ehruvöstenivolvorgeachten Herr» N. Wolfgang Schollen S., gewesenen Stattschreiberszu Urach Hinterbliebenen ehelichen Sohne, ehelich versprochen, welche IhreEheverlobnnß wir allerseits entschlossen, ans Dienstag, den ep diesesheut antretenden Monats Inlii, vermittelst göttlicher Gnadt, mit ossenk-lichem Kirchgang solemnisiren, und vor angesicbt christlicher Kirchen allbierbestattigen zn lassen.
Wenn nun die günstig-geehrte Herren sampt und sonders, nebenanderen eingeladenen Gästen bei solchem hochzeitlichen Ehrenfest Icbsonders herzlich gern auch sehen und haben möchte, als gelangt andieselbe sämmtlichen meine dienstfreundl. Bitten Sie wöllen sowol demHeiligen Ehestand, als den angehenden Eheleuten zu sondern Ehren, ansgemelten Dienstag morgens um 8 Uhren in der Pfarrbchanßnng gf.erscheinen, de» Kirchgang mit Ihrer angesehenen Gegenwart zieren, de»Allerhöchsten um Seinen miltreichen Segen anrnffen, und folgends derangestellten Mahlzeiten in Balthaß Völlers Behausung in christlicherFreude beywvhnen Helsen.
Dieß wöllen sowol die Verlobte, als insonderheit Ich nmb diegünstig-geehrte Herrn, mit Gebet, und ans jede Begebenheit mit anderwärtsbeliebigen Diensten nach Möglichkeit zu beschnlden beflissen sein. Damitdieselbe Gottes heylwertigem Gnadcnschnz trewlich empfehlend. DatumWildberg den l. Inlij A. 1651 / der / g.-geehrten Herrn . . . / unddienstverbnndener Pfarrer Johann Ennrad Ieller".