Druckschrift 
Geschichte der reformierten Gemeinde zu Sonnborn an der Wupper
Entstehung
Seite
71
Einzelbild herunterladen
 

um Unterstützung zurückgewiesen, So wurden, um nureinige Beispiele aus den Armeurechunugeu dieser Jahre an-zuführen, „einer adeligen Dame aus Frankreich 3» alb, ge-geben, einer vertriebenen Frau ans Mannheim 6 alb,,einer Frau voll Adel und einer Predigers-Witwe, beideans Badeil Vertrieben, 30 alb,, zweien Frauen ans Nendorf,die eine eine Pastorstochter und die andere eine Bürger-meisterstochter, jeder 5 Stnber," Im Jahre 1694 sindbesonders viele Vertriebene mit Gaben bedacht worden. DieArmenrechilnngen von 10 Jahren 1635 —1695 enthaltenein langes Verzeichnis von Gaben, die an diese Flüchtlingeverteilt wurden. Daneben erhalten auch Notleidende andererArt ihre Unterstützung, so ein armer Edelmann ans Schlesienmit Namen Friedrich von Döhren, „zwei von Seeräuberngefangene Selaven", „ein Mann, dessen Vater von denTürken gefangen gehalten wurde" n, s, w. Und diese Gabeilwurden gespendet zu einer Zeit, in der die Gemeinde durchfranzösische Brandschatznngcn selbst viel zu leiden hatte,(Bergt, Kons,-Prot, vom l5, Juni 1689,)

Der Liebe, womit man sich also der von den katho-lischen Regierungen um ihres Glanbeils willen Vertriebellenannimmt, entspricht der Eifer, womit man aus der anderenSeite alles zu entfernen sucht, was bis dahin aus der katho-lischen Zeit beibehalten worden war. Am 10, Oktober 1633machte Ovenins den versammelten Konsistorialen die Mitteilnng, daß ihm und dem Kirchmeister vom Herrn Iimpzootorder Auftrag geworden sei, für Räumung der Altäre ausder Kirche Sorge zu tragen. In Ausführung dieses Auf-trags wurde denn auch kurz darauf der Hochaltar ans demEhor „oben abgenommen" und der Altar, der an der Taufgestanden „gänzlich abgebrochen". Letzteres Schicksal teilteauch „der papistische steinerne Weihpott" an der Thürder Kirche.

Was den Gottesdienst in der also gereinigten Kirche