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Geschichte der reformierten Gemeinde zu Sonnborn an der Wupper
Entstehung
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gemacht Haben und der Umstand, daß sein Neffe Casparschon im Jahre 1570 als Viear des Wilhelm Camerarinsnach Sonnborn berufen war, ist wohl die Veranlassung ge-wesen, daß die Gemeinde zu Sonnborn, da ihr Vicar, wienur spater sehen werden, zur Zeit noch wenig Neigunghatte, eine feste Stellung zu übernehmen, ihr Augenmerkans den Oheim richtete und ihn ^ wahrscheinlich im Jahre1576 zu ihrem Pastor berief. Nur kurze Zeit ist esWilhelm Lüncschlvß vergönnt gewesen, in Sonnborn für dieAusbreitung des Reiches Gottes thätig zu sein, er starbschon im Jahre 1580, I» die erledigte Stelle trat nochin demselben Jahre sein Neffe Caspar Lüneschloß, überdessen Leben und Wirksamkeit wir in einer Weise unter-richtet sind, wie bei keinem seiner Vorgänger; und zwarverdanken wir diese Kunde hauptsächlich einem im Düssel-dorfer Staatsarchiv ruhenden Auszug aus der bei sei-nein Begräbnis von Pastor Ciirten in Elberfeld gehal-tenen Leichenpredigt, Die ans seine Entwickelnng undseinen Stndicngang bezüglichen Notizen mögen hier ihreStelle finden.

Als Sohn frommer und hochgestellter Eltern wurdeer im Jahre 1550 geboren. Sein Vater war JakobLnneschloß, Erbeingesessener ans dem adeligen ritterfreienGut Liinislo jLiines) in der Herrschast Hardenberg, Her-zogtum Berg, Als Schöffe daselbst stand Jakob bei Wilhelmvon Bernsan, dem Herrn von Hardenberg und Amtmannvon Solingen, in so hohem Ansehen, daß dieser ihm zuZeiten, wenn er, wichtiger Geschäfte wegen, abwesend seinmußte, die Verwaltung seines Besitztums übertrug. Sobaldes sein Alter gestattete, wurde der junge Caspar Lüneschlvßvon seinen Eltern auf die Schule zu Neviges geschickt, umdort in deii erste» Anfängen des Wissens unterwiesen zuwerden. Hier muß der junge Schüler einen seltenen Fleißund hervorragende Begabimg gezeigt haben, denn seine