tftn - ~y> ''i%r ' -no;
St ■ P ' " , "'
131
pacher Krieges, zogen die Zürcher mit ihren Eidgenossen aufihrem Raubzuge durch das Kyburger Amt auch vor Pfäffikon.Nachdem sie das Dorf verbrannt und ausgeraubt hatten, wolltensie weiter ziehen. In der Yeste aber waren unter der Besatzungeinige übermütige Gesellen, die ihnen höhnend nachriefen: Wowend ir hin, ir kiiegehyer ? Das verdross die Eidgenossennatürlich sehr, sie hielten Kriegsrat und beschlossen, Rache zunehmen. Mit Aufwand aller Kräfte nahmen sie die Burg ein,steckten sie in Brand und erstachen alle, die darauf waren.Nach einer andern Version hätte sich die Mannschaft auf derBurg auf Gnade ergeben, wan si hattent kainen züg biinen. Als sie aber herauskamen, wurden sie erschlagen.Etliche Hessen sie auch für tot liegen, die schliesslich mit demLeben davonkamen und das Geschehene also erzählten.
Nicht ganz zwei Jahre später liess Albrecht am 9. April1388 1 in der Näfelser Schlacht neben seinem Netten Beringer (V.)und Rudolf (II.) von Landenberg auf Sonnenberg sein Leben 2 .
Seit 1384 3 finden wir Albrecht mit Verena von Ebers-berg, Peters zu Wetzikon Tochter und Erbin, verheiratet.Durch sie kam Wetzikon an das Haus Breitenlandenberg. Am3. Februar 1399 4 urkundet sie als Gattin Junker Heinrichs vonHettlingen und stirbt nach 1412 5 .
1 Jahrzeitb. Turbental p. 436. Mon. Germ. Necrol. I p. 488. Klingen-berger Chronik p. 138.
2 Während nach allen mir zu Gebote stehenden Quellen nur diese dreiLandenberge als Opfer der Näfelser Schlacht genannt werden, berichtetTschudi, Chronik I p. 547, dass ausser diesen noch vier andere gefallenseien, was entschieden seine, keineswegs festzuhaltende Zutat ist. Wie weitaber eine kritiklose Annahme von Tschudi stammender Angaben führen kann,zeigt in drastischer Weise Sailer in seiner Chronik von Wil, wo er p. 131 indie Worte ausbricht: «Getreu jener alten deutschen Sitte, nach welcher engeVerwandte sich in Gefahr mit Ketten aneinander reihten, damit ja keinerden andern verlasse, fleleu sie, nur durch die Kette des Blutes und derRache gefesselt, alle bei einander. Da lag Albrecht, der Schultheiss vonWil (dieser hiess übrigens Albrecht von Lindenberg!), da lag Rudolf, dalag Beringer, da lagen vier weitere Brüder, alle an-, hei- und übereinander;ein schauriger Hoheulandenberg des Todes» (!). Das übertrifft allerdingsnoch Tsclmdis weitgehende Phantasie. Man vergleiche übrigens auch Sailerp. 161, wo er vom Tode Hermanns, genannt Schudi spricht!
3 15. Juni 1384 (St. A. Z. Stadt u. L. 3095).
4 U.-S. d. Antiq. Ges. Zürich 2541.
0 v. Arx, Gesch. v. St. Gallen II p. 179 Anm,