110 Das gräflich Lamberg'sche Familienarchiv zu Schloß Feistritz bei Jlz. 20
3> Weil er „neue, ungewondlichc wachten mit 2 Personen" imSchlosse Radkherspurg eingeführt habe,
4. Weil er „verwichnen herbst, da er über ISO bauern auf aingejadt aufgepotten", alle ins Gefängnis werfen ließ, „weil ein fux onnegefer auß dem gejad außkhumen".
5. Weil er aus ganz geringer Ursache „die leut unnd gesindt mitprügeln und khnitln gar cmbärmlichcn hat geschlagen unnd umbgeczogen".
6. Weil sein jüngerer Bruder den Bauern gedroht hatte, er werde ihnenalles nehmen und plündern.
Die Entscheidung über die Gerechtigkeit ihrer Sache stellen die Suppli-canten der Gnade des Erzherzogs anheim; sie erwarten von ihm baldigeAbhilfe, Original? (Pap,)
1S93 od, 1600? August? Graz? Blasij Unnger schreibt au Sygmund vonEybeßwaldt, er habe sich „bey ainer er. l. canczley" erkundigt, wie vielMann jeder Herr und Landtman zum Aufgebot zu stellen habeu, erfahren, daß hiezu jeder dreißigste „woll zu rüsten und auf denersten tag September zu Nadtkherspurg zu stellen" sei, welche Verfügungen„der Herr undter seinen undterthanen ansagen unnd ain anschlag machenlassen" solle. Orig (Pap.)
1597,31, März. Rücppl Sauruckh und seine Gattin Ursula verkaufen mitEinwilligung ihres Grundherrn Christoph Zebinger zu Kirchberg demNuep Rindl zu Zebing und seiner Gattin Kunigundt ihren Weingarten„am Voitscher Pcrg, in St. Margrethner Pharr gelegen".
Siegler: Christoff Zebinger. Perg. mit Siegel.
1S98,4. April, Graz. Lorentz Pancratz Saurzapf vom Holnstain an seinenVetter Hartman Zingl zu Rüden, s. d. Erzh. Ferdinanden zu ÖsterreichRath und Landesvicedom in Kherndten, frstl. Gurgkhischen Rath und Haupt-mann auf Stroßburg über die Einnahme von Naab (worüber „gleich diegute Zeittungen hieher gelangt") und seine Reise nach Wien „und volgendtsaus den woßer gen Raab". Orig. (Pap. m. Siegel.)
1599,28. März. Die Trautmanßdors'sche Unterthanin Franica Giginger, Witwenach Hans Giginger, verkauft an ihren Schwiegersohn Früttcn Wagneru. ihre Tochter Elisabeth einen Weingarten am „Pre Pach- Perg inEgkherstorffer Pfar gelegen." Pergament, Siegel fehlt.
1599,25. April. Sabine Zingl, geb. v. Neuhauß, verzichtet mit Einwilligungihres Gatten Hartm. Z. nach Erhalt ihres Heiratsgutes per 600 fl.auf jedes weitere Erbe nach ihrem Vater, so lange der Mannsstammdauert. Kommt aber die weibliche Linie zu erben, so ist auch sie oderihre Erben nach Rückerstattung der 600 fl. erbberechtigt.
Sabina Zinglin, geb. v. Neuhauß, Hartman Zingl.
Zeuge: Hanns v. Baseyo auf Praunnsperg.
Perg. mit 3 Siegeln, 1 fehlt.
1599, 25. April. Heiratsbrief des Hartman Zingl und der Sabine, Tochterdes Georg Sigmund v. Neuhauß und der Elisabeth, geb. v. Khüenburg.
Das Heiratsgut beträgt 600 fl., ebenso Widerlagc und Morgengabe.Im Falle seines früheren Todes soll sie über Heiratsgut und Morgen-gabe frei verfügen. Sind Erben vorhanden, so erhält die Witwe denhalben Theil der fahrenden Habe, sind keine vorhanden, so ist sie Uni-versalerbin. Als Witwenabfertigung erhält sie 180 fl. jährlich und dasHaus in Straßburg.
Siegler: Hartman Zingl, Hanns v. Baseyo auf Praunnsperg,Pfandinhaber der Herrsch. Steyerberg, Landesverwcser in Kärndten,Hanns Naidhaubt zum Rosenberg, obst. Erblandkuchelmeistcr.
Pcrg. mit drei Siegel».