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Hoch Wohlgeborner Herr,
Hochzuehrcnder Herr Kriegs-Roth.
Ich habe dero Schreiben vom 23. April nebst dem übersandtenschönen Rhein-Lachs wohl erhalten und danke dafür verbindlichst; bitteaber doch künftig, nur nicht mehr dergleichen zu schicken, es hat mir dieser4 Thaler an Porto und Accise gekostet.
Ich futtere zwar meine Kühe vornemlich mit Luzerne, ziehe aberkeinen Saamen davon, weil mir solches zu mühsam ist, sondern lassemeinen Saamen von einem Saamenhändler Rahmens Apel aus Leipzigkommen, dem ich 8 gr. pro Pfd. bezahle. Ich übersende Ihnen hiebey einPfund zu einer kleinen Probe; sie müssen ihn ganz dicht fast wie Leinsäen, ohngefähr 12 Pfund auf einen Magdeb. Morgen. Die Lucerne hatvor dem Klee darinn großen Vorzug, daß sie 5mal des Jahres gemähtwerden kann und 10 bis 12 Jahre dauert; sie erfordert einen guten abernicht nassen Boden.
Ich bin nicht für die ganze Stallfütterung auf großen Güthern auchnicht für die Aufhebung der Brache, sondern für eine halbe Stallsütterungworüber ich eine Preißschrift der Academic drucken lasse.
Ich verbleibe mit besonderer Consideration
Ewr. Hochwohlgeb.
gehorsamer Diener
Herrn v. Hoven zu Cleve.
Berlin, den 10. May 1788.
H e r tz b e r g.