ihr schließlich so unerträglich, daß sie sich veranlaßt sah, die Gnadeder Königin Luise anzuflehen und Höchstdieselbe um Aufnahme in einkönigliches Stift zu bitten. In einer ihr im Jahre 1803 von derKönigin gewährten Audienz zu Königsberg wurde ihr auch die Er-füllung dieser Bitte zugesagt; durch den bald darauf erfolgten Heim-gang der edlen, unvergeßlichen Königin blieb aber die ertheilte Zu-sage zunächst unerfüllt. Erst im Jahre 1813 wurde das gegebeneVersprechen auf Grund einer Immediateingabe des ältesten Sohnes,Lieutenants im 1. Infanterie - Regiment, von König Friedrich Wil-helm III. eingelöst.") Die hartgeprüfte Wittwe erhielt mit ihren beidenTöchtern im Herbst 1813 eine Stiftsstelle im St. Marien-Kloster zuKönigsberg. Sie konnte sich dieser Aufnahme aber nur ein Jahrfreuen; sie starb im 64. Lebensjahre am 5. Mai 1814, einen Tagvor der Ankunft ihres einzigen am Leben gebliebenen Sohnes, der,bei Leipzig schwer verwundet, als Rekonvalescent auf Krücken andas Sterbebett seiner alten Mutter geeilt war. Der Tod hatte ihrden Schmerz erspart, ihren Liebling als Krüppel wiederzusehen.
I. Nachkommenschaft des Polizeibürgermeisters Carl Ben-jamin R. v. I). und der Caroline Mikisch und der Regina
Meckin.
XIV. Generation.
a) Erste Ehr mit der Caroline Mikilrh kinderlos.
b) Kinder mit der Regina Meckin:
1) Anna Kojina Caroline, geboren am 25. Oktober 1787, starbim Oktober 1822 unvermählt.
2) Carl öenjamin, geboren am 4. Juli 1789 zu Dirschau, imCadetten-Corps erzogen, trat, 15 Jahre alt, Ende 1804 in den Dienstbeim Infanterie-Regiment Nr. 49, wurde am 17. April 1806 zumFähnrich und am 3. Januar 1807 unter Versetzung zum Jnfanterie-
*) Siehe Anlage 46, 47, 48.