Schon vor seiner Verabschiedung mit Henriette v. Langen*) verlobt,ging er mit der Absicht nm, sich der Landwirthschaft zu widmen. Daseine Verlobte ihre eheliche Verbindung so bald als möglich wünschte,erlernte er nicht erst die Landwirthschaft, sondern erwarb sofort einkleines Landgut und trat gänzlich unerfahren in einen Stand, in demer während vieler Jahre keine besonderen Erfolge erzielte. Schon am24. April 1800 hatte er Neu-Jucha von Frau Pfarrer Langen, ge-borenen v. Pclkowska, Erbtochter von Jucha, erstanden. Nach Er-werb dieser Besitzung vollzog er im Alter von 26 Jahren, am4. Dezember 1860, seine eheliche Verbindung mit der 19jährigenHenriette v. Langen. Die Einkünfte der kleinen Besitzung waren nichtder Art, daß er den Aufwand, den seine Gattin beanspruchte, zudecken vermochte; er sah sich daher im Jahre 1811 genöthigt, das 4Hufen große Gut Borken, welches dem Justiz-Amtmann Drevillo ge-hörte, anzukaufen. Aber auch dieser neue Besitz gewährte nicht dieMittel, um allen Ansprüchen zu genügen. Schon nach Verlauf einigerJahre zeigten sich Spuren eines nicht unbedeutenden Rückschrittes inder Bewirthschaftung der Güter; die Einnahmen wurden alljährlichgeringer, die Ausgaben größer, die pekuniären Calamitäten häuftensich. Ein tragisches Ende war vorauszusehen; Carl Ferdinand konntesich und seiner Familie die Besitzungen nicht länger erhalten. Zuerstkam Neu-Jucha 1820 zur Subhastation, und ein Jahr darauf, am8. März 1821, wurde auch Borken gerichtlich verkauft. Wer andiesem traurigen Ausgange die größere Schuld trägt, bleibe dahin-gestellt. Jedenfalls hat Carl Ferdinand mehr Leid und Ungemachgetragen als seine Ehegattin. Abgesehen von den Mühen undschweren Sorgen während der Bewirthschaftung seiner Güter hatte ersich auch keines häuslichen Glückes und Friedens zu erfreuen; erlebte mit seiner Gattin, die ihm eine Tochter geboren hatte, in einersehr unglücklichen Ehe, welche schließlich gerichtlich getrennt wurde.Die geschiedene Frau verheirathete sich später mit dem Hauptmanna. D. v. Pröck und verstarb am 4. Juli 1840.
"> b. Langenn, v. Langen, altes Geschlecht. Wappen: Schild gcthcilt,im oberen blauen Felde ein goldener abgekürzter Lowe, unten in Schwarz undGold geschachtet. Begütert in der Mark? in Preußen der Besitz verlorengegangen.