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2 (1890)
Entstehung
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licher Ehe. Aus den von dieser Linie auf uns gekommenen Nach-richten geht hervor, daß Ahasverns eine große Neigung und seineGattin eine besondere Schwärmerei für den Offizierstand besessen hat.In Folge dessen scheint auch diese Vorliebe schon frühzeitig bei seinenSöhnen so geweckt worden zu sein, daß sie sämmtlich den Soldaten-beruf erwählt haben. Wenngleich der Eintritt als Offiziers-Aspirantin die Armee mit nicht unbedeutenden Kosten verknüpft war, so be-fand sich Ahasverns doch in so guten Verhältnissen, daß er seinenSöhnen besondere Zulagen, ohne welche der junge Offizier schon zudamaliger Zeit nicht bestehen konnte, zu gewähren im Stande war.Von seinen Söhnen fiel der älteste, Major im Regiment Manteuffel,am 23. Juni 1760 bei Landshut, der dritte nahm als Premier-Lieutenant im Regiment v. Schoulz seinen Abschied, trat 1732 inrussische Dienste und verstarb als General-Gouverneur. Uebrigens istbemerkenswerth, daß die Neigung zur Auswanderung nach Rußlandin dieser Linie sich sogar noch in jüngster Zeit wiederholt hat. Ahas-verus' Urenkel, Ernst Johann Albrecht v. Hofen, Besitzer von Obrotten,ging nach Verkauf seiner Besitzung 1847 ebenfalls nach Rußland.Seine Nachkommenschaft lebt gegenwärtig unter dem Namen v. Hofenin der Umgegend von Lublin. Diese Zweige weiter zu verfolgen undnäher festzustellen, liegt außerhalb der Grenze der Möglichkeit. Auchin Rußland herrscht ein unendlicher Wirrwarr in der Schreibweise desFamiliennamens, den das Vorkommen ähnlich lautender Namenanderer Geschlechter, wie derer v. Hoven und v. Hofen, die namentlichin Kurland und Livland vertreten sind, noch vergrößert.

Eine Charakterschilderung von Ahasverus und seiner Gattinkann, da die bezüglichen Familiennachrichten aus dieser Periode ver-loren gegangen sind, nicht gegeben werden. Nach einer zehnjährigenThätigkeit als Landwirth verschied Ahasverus in seinem 57. Lebens-jahre 1729 zu Schildeck und hinterließ seine Gattin, mit der er27 Jahre Freud und Leid getheilt hatte, eine unverheirathete Tochterund sechs Söhne, von denen der jüngste erst 4 Jahre alt war, inwohlgeordneten Verhältnissen. Nach dem Tode ihres Mannes über-nahm die Wittwe die Verwaltung des Gutes, die sie jedoch nur zweiJahre durchzuführen im Stande war, worauf später Schildeck unter