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mit vielseitigen wissenschaftlichen Kenntnissen, mit langjährigenreichen Erfahrungen, hat er diese stets in uneigennütziger undopferwilligster Weise in den Dienst des Kreises gestellt. Mitklarem Blick die Bedürfnisse des Kreises richtig erkennend, ister zum Nutzen des Allgemeinwohls in zahlreichen Kommissionenlange Jahre hindurch und ungeachtet der Zunahme seines körper-lichen Leidens noch in den letzten Tagen vor seinem Hinscheidenrastlos und unermüdlich thätig gewesen.
Durch das Vertrauen der Kreisstände wurde der Ver-storbene erst vor wenigen Monaten zum Vertreter des Kreisesauf dem Provinziallandtage berufen, doch ist es ihm leidernicht vergönnt gewesen, in diesem Ehrenamte segensreich wirkenzu können. Allseitig wird das gemeinnützige Wirken des Ver-blichenen, seine stets hilfsbereite, hingebende Thätigkeit schwervermißt werden. Der Kreis verliert in dem Dahingeschiedeneneinen seiner ältesten Berather, dessen Andenken nie verlöschenwird, und beklagt mit dem Unterzeichneten auf das Schmerzlichsteden schweren, unersetzlichen Verlust.
Der Landrathsamts-Verweser.gez. v. Günther."
Am 24. Juni Nachmittags 4 Uhr erfolgte unter großer Be-theiligung seine Beerdigung auf dem von ihm selbst angelegten Fami-lienbegräbnißplatze an der Seite seiner entschlafenen Gattin und seinesSohnes Richard. Ein großer Stein mit dem Familienwappen undvollständigen Namen
„Hermann Kalow von Hoven"deckt sein Grab. — Die Liebe vermag auch der Tod nicht auszu-löschen, und wenn auch die sterbliche Hülle in kühler Erde ruht! dasBild, das Andenken des Heimgegangenen wird in Segen bleiben.
4) Emilie Sophie, die Zweitälteste Tochter Johann Friedrichsund der Sophie Rhenius, geboren am 1. Januar 1820, vermähltesich mit Johann Theodor v. Kendels), Lieutenant a. D. und Ritter-
*) v. Keudell, uraltes thüringisch-hessisches Geschlecht, das seinen Hanpt-stammsitz Schwebda (Hessen) noch jetzt besitzt, das andere Hauptgnt Kcudelstein inEichfelde aber eingebüßt hat. Mit dem alten Stammwappen wurden die beiden