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friedhof zu Röhrsdors begraben. Ein großer Grabstein mit Angabedes Namens, der Gcburts- und Sterbedaten und der Widmung i
„Wer im Gedächtniß seiner Lieben lebt, ist ja nicht todt,
er ist nur fern. Todt nur ist, wer vergessen wird",
sowie ein weißes Marmorkreuz, welches in schräger Richtung auf demGrabstein ruht und die Worte trägti „Selig sind, die da Leid tragen;denn sie sollen getröstet werden",*) bezeichnet die Stätte, wo die Ab-geliebte ihren ewigen Schlaf hält.
Die Wunden, welche der Tod dieser vortrefflichen Frau ver-ursacht hatte, waren noch nicht vernarbt, als ein zweites beklagens-werthes Familienereigniß von Neuem herben Schmerz und tiefenKummer hervorriefe Am 15. Oktober 1883 verschied nach längeremLeiden zu Halle Hermanns älteste Tochter Elara, die Gattin desMajors und Bataillonskommandeurs v. Ziegler und Klipphausen.Den Verlust dieser Tochter hat Hermann niemals ganz verwindenkönnen. In mehreren seiner Briefe an den Verfasser wiederholt erseine Klagen über den Heimgang der Heißgeliebten. Noch einigeTage vor seinem Tode sprach er dem Verfasser gegenüber die Bitteaus, ein größeres Bild der Verstorbeneu nach einer Photographie inBerlin anfertigen zu lassen.
Nach so vielen trüben folgteauch ein freudigesEreigniß. Gertrud**),die jüngste, geistig besonders veranlagte Tochter Hermanns, vermähltesich am 27. Mai 1884 mit dem Hauptmann und Compagniechef des3. Posenschen Infanterie-Regiments Nr. 58 Freiherru Egon vonKraue.***) lieber diese eheliche Verbindung äußert sich Hermann ineinem Briefe, d. d, Röhrsdorf, den 27. August 1884, an den Verfasser'
*) Diese Anschrift aus dem Evangelium Matth, ö, B. 4 hat die Ver-storbene schon zu Lebzeiten erbeten.
**) Eine auf dem Gebiet der Belletristik wohlbewanderte, interessant schrei-bende Nobellistin.
"**> Freiherren v. Krane. Altes westfälischesAdelsgeschlccht, welches bereits1442 zu Brockhausen bei Soest, 1447 in Unna bei Hamm, 14Sg zu Landhnusenbei Iserlohn und zu Rödinghausen bei Altena, 1504 bei Aldcnhaff und 1681 zuMatena bei Hamm saß und in? 17. Jahrhundert noch andere Besitzungen an sichbrachte, vorübergehend auch in der Mark Brandenburg zu Wcißcnsec im KreiseNieder-Barnim begütert war. Wappen: In Blau ein Kranich, welcher in der