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II. Linie.
Der Stammvater der Descendenten dieser Linie ist JohannFriedrich, geboren 1668, ältester Sohn zweiter Ehe Fabian's mitder Anna von Schmittmer, sS. Seite 42.)
Johann Friedrich verlor, noch im Knabenalter stehend, dieMutter und erhielt in Folge der Wiederverheirathung seines Vaters mitMarie Elisabeth Stewelin eine Stiefmutter, die keine innige Liebe fürihn fassen konnte. In liebloser Behandlung und andauernder Zurück-setzung gegen seine übrigen Geschwister hatte Johann Friedrich eingleiches Geschick mit seinem älteren Bruder Fabian Ludwig zu er-tragen. Zerwürfnisse und Zwistigkeiten mancher Art, welche sichzwischen der Stiefniutter und ihrem Stiefsohne täglich wiederholten,gaben Veranlassung, daß Johann Friedrich nach zurückgelegtem18. Lebensjahre das Vaterhaus verließ und sich nach Cleve begab,woselbst er durch die Verwickelung seines Vaters bei der kurfürstlichenDomainen-und Kricgs-Kammcr behufs Erlangung einer späteren Staats-anstellung beschäftigt wurde. Diese Beschäftigung sagte ihm aber nichtzu; er gab dieselbe nach kurzer Zeit wieder auf und ging zunächstnach Holland, später nach Brabant. Diese eigenwillige Auswanderungerregte große Unzufriedenheit in der Familie. Johann Friedrichgerieth dann später wegen seiner trotz seiner Jugend beabsichtigtenVerheirathung in Disharmonie mit seinem Vater, von dem er sichschließlich ganz lossagte. Seit dieser Zeit hörte jede Verbindung mitdem Vaterhause und der Familie auf; man vernahm von JohannFriedrich nichts mehr und betrachtete ihn als verschollen. Inzwischenstarb i. 1.1700 der Vater, ohne daß eine Aussöhnung mit dem Sohneerfolgt war. In Folge dessen wurde für den von der Heimath Ab-wesenden ein Vormund in der Person des Bürgermeisters Sander be-stellt, der auch sofort für sein Mündel 5360 Fl. auf Praßnicken als