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v. Boyen") verheirathet. Ihre eheliche Verbindung wurde lediglichdurch die Stiefmutter zu Stande gebracht. Magdalena war bezüglichihres Alters zu jung für den Erwählten. Oberstlieutenant v. Boyen,der sich während seiner Dienstzeit durch die treueste Pflichterfüllungausgezeichnet hatte, nahm nach seiner Verlobung mit Magdalena seinenAbschied und bewirkte, durch den Einfluß ihrer Stiefmutter unterstützt,daß ihm sein zukünftiger Schwiegervater Fabian K. v. H. das GutGanisau übergab."")
In Folge dieser Bestimmung schied auch Gamsau aus dem Besitzder Familie K. v. H.
Magdalena hatte in ihrer Ehe mit R. v. B. mehrere Kinder.Ihr ältester Sohn, geboren 1689, wurde Soldat und starb als Major.Dessen Sohn war der spätere Oberstlieutenant im Regiment Bosniaken,der Vater des 1771 geborenen Hermann v. Boyen, der sich währendder Dauer der Befreiungskriege durch sein Wirken um Heer undVaterland ungemein verdient gemacht hat. — In seiner Stellung alsGencralstabsoffizier fungirte er beim Feldmarschall Kutosow, später
*) Die Boyen hießen ursprünglich Boye und stammen aus Lübeck; ihreVorfahren waren Lübecker Kaufleute. — Bou dort gingen sie nach Ostpreußenund Polen. —
Andreas v. Boyen, geb. 1593, war Schöppenmeister der Altstadt Kocnigs-berg, Kurfürstlicher Rath, Erbherr auf Hohendorf und Groß- und Klein-Stein undhatte zur Gattin Anna Scharff b. Werth. Andreas' Nachkommenschaft erhielt am1. August 1672 die Reuovation des Adels mit Wappenündcrung. — Das ursprüng-liche Wappen war: Weißer Schild, gespalten, vorne der Rumpf eines Steinbocks,hinten ein geharnischtes Bein. — Nach Grützner wurde 1701 dem Westpr. Vasallenund Königl. Polnischen Oberstlieutcnant Raphael Boyen und seinen 4 Brüdernnnd Vettern der Adel verliehen, und 1705 erfolgte die Adelserhebung des JohannSamuel Boyen, Känigl. polnischen Oberstwachtmeisters und des Raphael Boyen,Fähnrich bei dem Gcneralstabe, des Andreas Boyen Studiosus, und desFriedrich Wilhelm B. Lieutenant.
Das neue Wappen geviertet mit Hcrzschild (Palmbnuin). Feld 1: einaus W olken am Jnnenrande reichender geharnischter Arm mit Schwert; Feld Ii :drei silberne Thürme mit spitzen Dächern nebeneinander; Feld III: ein halberschwarzer Adler am Spalt, drei goldene Pfeile haltend; Feld 1ü: schräglinks einerothe Fahne mit Kreuz. — Helm: geharnischter Arm mit Schwert.
Der Kaufvertrag Fabians mit Raphael v. Boyen vom Jahre 1687 be-zog sich nur auf Gr.- und Kl.-Spitzing und Tromitten.