Gillleitung.
Die wcchselvollcn Schicksale der Familie Kalau vom Hofe undihrer zuni Theil weit über des deutschen Vaterlandes Grenzen zer-streuten Glieder hat Verfasser aus den vorhandenen, vielfach ver-einzelten ilnd verborgenen Quellen sorgfältig zu erforschen und dasErgebniß seiner mühevollen Arbeit in den nachfolgenden Blätternwahrheitsgetreu niederzulegen versucht.
Sein Streben ging vornehmlich dahin! einerseits völlige Klarheitüber die Schicksale der verschiedenen Linien der großen gemeinsamenFamilie zu verbreiten, andererseits eine Vereinigung des vielfach ge-lockerten Bandes unter den einzelnen Linien herbeizuführen. Diesschien um so mehr geboten, als im Laufe der langen Zeiten, welchenun schon unser Geschlecht besteht, die Familicngliedernng unter unsso auseinander gegangen ist, daß wir erst durch die Vertiefung indie Familiengeschichte uns der Zusammengehörigkeit im Einzelnenivieder bewußt werden können.
Nicht unliebsame Differenzen zwischen den einzelnen Linien habeneine Lockerung des Familienbandcs zu Stande gebracht, auch nicht,wie es wohl bisweilen geschieht, die Verschiedenheit des religiösen Be-kenntnisses; denn seit der Reformation gehört unsere Familie — wieauch die Urfamilie Kalau und Caloiv — dein Protestantismus an,