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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
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„jwei bis brei Klale in feinem ©arten gemefen. ©r ift fetjr fd)wad), hat menig„Kppetit unb nimmt nur nod) geringen Kntl)eil an ©efd)ehniffen, bie aufertjalb„unferer ^atuilie Dorfallen. <§u Glitte Kpril mürbe er für ungefähr eine IDod)e„bettlägerig. IDir befürchteten fdjon, er mürbe bas Bett nid)t mieber Derlaffen„fönnen. Seine Kräfte nehmen allmählich ab, unb es ift nur nod) eine <§eitfrage,„mie lange er fid) nod) mirb halten fönnen. IDir thun alles für fein IDohlbefinben,„mas in unferen Kräften ftehh unb fud)en ilpn jeglichen ©enuf? ju nerfdjaffen,„ben er fid) nur miinfchen mag.

„Kn feinem 83. ©eburtstag hatten mir eine ungemöl)nlid) grojje„©efellfchaft. ©r blieb bis Illitternacht auf unb fdiien ©efallen an ber ©e=„fellfchaft ju finben.

„ ... . Bitte, laf; hferrn ©riffon meinem Detter Kubolph über Daters,,©efunbheits3uftanb erjählen. ©in Brief uon ihm märe fel)r ermünfdjt. Da mir„lange feine Briefe uon unferen Ifamburger Dermanbten erhalten haben, fo fagte„Dater fiirjlid): »3ch glaube, mau hat mich in Hamburg ganj nergeffen.«

„3ch bin Sd)ulb baran, benn id) habe es nerfäumt, alle bie legten Briefe,„bie mir dou Ijamburg erhielten, ju beantmorten. Briefe ju fdjreiben, bebeutet„ein ferneres Stiicf Krbeit für einen Stanbmirtl), jutnal bei h c lf°in IDetter, mie„mir es augenblicflich hl er haben.

„KTutter, meiner ,frau unb ben Kinbern geht es gut. Klein ©uftau ift„heute nicht ganj mohh fonft aber ift er ein recht gefunber Knabe, ©r ift ein„grojjer Derjug rom Dater unb trägt mehr ju feiner guten Saune bei, als mir„Knbern alle jufammen bas fönnten.

„Kubolph unb ^amilie geht es fct?r gut. Rubolpl) fommt an jebem„Sonntag hierher, um üater ju befudjen, jumcilen aud) in ber IDod)e.

„Der ältefte Bruber meiner ^rau mürbe 311m Diftrifts=Rid)ter ber ©raffchaft„IDayne ermählt, unb mirb feinen Sit? am f. 3 a nuar einnehmen. Sein ©ehalt„beträgt $ ^500 jährlich. Richter merben für fedjs 3 a h rc erwählt. . . . ."Das fo manches ITial fchon befürchtete Scheiben bes geliebten Daters naljte jetstmirflid) heran. Km ff. 3anuar 1888 fchlug feine ©obesftunbe. 3 ,n ^armhaufe in ©eitoa,umgeben Don ben Seinen, fd)lo£ er feine Kugen. Das fchöne Kiter uon natjeju 8^ 3 a hrenhatte er erreidit, unb bis auf feine um 8 3 a h l 'e jüngere Sd)mefter ^ranjisfa überlebte erfeine fämmtlid)en ©efchmifter um Diele 3al?re. Sein lang ausgefponnener Sebensabenb mürbeihm burd) bie Siebe feiner ©attin, feiner Söhne unb feiner ©nfelfinber freunblich Derflärt,unb menn er bei feiner Krbeitsfreubigfeit aud) im h 0 h c " Kalter nod) nicht üöllig ausruhenwollte unb mochte, fo mar ihm fein ©arten, in bem er fid), fo lange bie IDitterung es nurirgenb erlaubte, ju befdjäftigeu pflegte, bafür aud) fein Stolj unb feine ^reube. 3 n feinenjüngeren 3 a hreit halle er fich früh ^es Klorgens bie <geit für feinen ©arten am Schlafenabgefnappt. Selbft mährenb ber ^eit ber fchmerften lanbmirthfdiaftlidien Krbeiten mar erfdion Dor bem ^frühflücf bes Klorgens um cf Uhr im ©arten thätig. ©ft überanftrengte erfo feine Kräfte, mas bann in ben Zcäd)ten juroeilen Schlaflofigfeit jur ^olge gehabt hatte. —KTuftc er im Kiter mährenb bes IDinters oft bas fjaus hüten, bann Fomtte ermahrlid) mit h°h e r Befriebigung auf ein langes, arbeitsreiches Sieben jurücfblicfen. Icidjteine einjigc fd)led)te ©hat trübte bie ©rintterung, benn ehrenhaft im innerften feiner Seele,hatte er ftets alles ©emeitie Derabfcheut, unb niemals mar 311 irgenb einer unehrenhaftenf}anblung feine ^uftimmung 511 erlangen gemefen. Durch eigene Kraft hatte er unter ent=fagungsDoller, ausbauernber, nie crlahmenber ©l)ätigfcit aus einer IDilbuif ein blühenbesSanbgut gefd)affen. Kus eigenem Können, mit feinen eigenen Ifäuben hatte er fid) einfd)önes, geräumiges lDohnl)aus erbaut. Seinen Söhnen hatte er eine praftifd)e unb gebiegene©rjiehung 3U ©hell werben laffen. €r fah fte beibe hod)gead)tet in gefidjerten Sebensftelluugen,

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