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„baß mir bort fcßon fo piele heißgeliebte IPefen miffen, bie nach meiner Unficßt,,nicßt allein uns t^ier auf ©rben befeßirmen unb mit leiten b7clfen, fonbern öie,„menn unfere Stunbe einmal fcfjlägt, uns auch gemiß jaud^enb empfangen merben,„menn mir Ejier unfere Pflicht unb Scßulbigfeit getban traben." ....
IDaßrlicß beneibensmertß ift ber, ber folcß' freunblicßen, fonnig hellen, fcßönen ©laubenfiefj ju bemaßren mußte. —
Don bürgerlichen ©hren=Uemtern hatte er na cß Utöglicßfeit fern gehalten, umfeine ganje Urbeitsfraft feinen ©efcßäften mibmen 5U fönnen, troßbem hatte «s nichtperßinbern fönnen, baß er in bie ©efängniß=Deputation ermäßlt mürbe. 1867 mar erPorfteher biefer Deputation unb blieb in berfelbeu bis 1875. —
Ibas feine politifchen Unfcßauungen anlangt, fo ftanben fie naturgemäß unter bemReichen ber großen ^eit, in ber er lebte. Pon früher 3us<mk an hatte er echt beutfeh gefühltunb empfunben. IDoßl nannte er fich jumeilen einen Hamburger Sepublifaner, bas aber marfaum eine bemußte Ueußerung feines Perftanbes, fonbern entfprang eher einer Urt (Befühlfjamburger Bürger=StoIjes, ben er lebhaft theilte, mo er burch feine ZHuttcr ja pon einer berälteften Hamburger Patrijierfamilien abftammte. — Sein fogenanntes Sepublifanerlßumhinberte ihn auch burchaus nicht, fich 3 U gleicher mit Hacßbrucf fonferpatip ju nennen,unb in ber großen <3eit ber IPiebergeburt unferes Polfes ber IDieberaufricßtung einesbeutfeßen Kaifertßumes begeiftert entgegen 311 jubeln. Der (Empfinbuug, mit melcßer er fichals „Deutfcher" fühlte, hatte er fchon mährenb ber „faiferlofen, ber fchrecflichen ^eit" einmalin recht berber, aber bejeichnenber PDeife Uusbrucf perließen. 2tuf feiner Seife burch ©nglanbnach Icorbamerifa im ^rüßjaßr 1856 mohnte er in Sonbon einmal einer größeren DTittags*gefellfchaft bei. Bach Beenbigung bes Stahles jogen fich aüe gemöhnlich bie Damen juriief,bie fjerren aber perblieben beim IDeine noch an ber Cafel. Das ©efpräd} lenfte fid] aufpolitifche ©egenftänbe, unb feitens ber (Englänber mürbe allgemein in hämifeßfter PDeifeüber bie bamaligen 3 u ftäube in preufjen unb über preußifdjen ©roßmacßtsbünfel gefpottet.PTcit perhalteitem ©rimme hatte Philipp eine jcitlang feßmeigenb 5ugehört, bann aber über«mannte ihn fein 3äß3orn. 'S 1 ' ergriff eine lüeiuflafche, fprang auf unb forberte als einigerDeutfcher bie gefammte ©efellfcßaft heraus mit ben IDorten: „3cß faffe biefe unfeinenAngriffe gegen mein Paterlanb als persönliche Beleibigung auf. IDer pou 3^ nen es wagt,noch e f n eitriges IDorl ßü^ujufügen, an beffem hjoßlfopf jerfeßmettere idj biefe ^lafcße."Sein ßerfulifcher Körper mochte feinen IDorten einigen Bacßbrucf perleihen, jcbenfalls hütetenfich ©nglänber mohlmeislich, es pon ben IDorten 3m- ©hat fommen 3U laffett, mie bas beihnen in ber Politif ja überhaupt bie Segel ift. UUfeitig begann man fidj 311 entfchulbigenunb bie bamals leiber ftichßaltigfte ©ntfcßulbigung mar es, als man ihm einmarf, man habees gar nicht miffen fönnen, baß er als fjamburger für Preußen paterlänbifdje ©efühleempfänbe. —
Das IDieberbeutfchmerben unfererPcorbmarf begrüßte er mit heller Begeifterung, natürlich,mar er bod) ein Hamburger, unb hatte boeß gerabe f}amburg 3aßrßunberte lang 3ur ©eniige3U leiben gehabt unter Dänetnarfs albju naßer Bacßbarfcßaft. Unfere T familie hatte ja aueßnod} ißre befonberen ©rünbe, ben Dänen bamals nießt gerabe ßolb 311 fein, ©riinbe, bie mirin ber Ccbensfcßilberung pon Philipps Scßmefter Unna fennen lernen merben. —
Uuf Philipps politifcße Unficßten hatte fein älterer Bruber 3 u fi us > ©reitfcßfe's^reunb, einigen (Einfluß. So ift es benn nerftänbüd], baß Philipp fieß frei ßielt pon jenerpolitifcßeu Kinberfranfßeit, bie in ben fleinftaatlicßen beutfeßen Bürgerfreifen bamals ebenfoftarf graffirte, mie in Preußen felbft, unb bie, meil ißr bas !Derf3eug nießt red}t paßte, bengroßen §wed aus ben Uugeu perlor unb fomeit ging, mit ben erbärmlicßen liberalen©ßeoretifern im preußifeßen Ubgeorbnetenßaufe 3U f^mpathifiren, bie es magten, Bismarcfbie nötßigen ©elber 3ur IDiebergeminnung pon Scßlestpig=£jolftein 3U permeigern. —
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