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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
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„jungen beurteilen fann, fo h a i er e 'uen fefyr noblen unb burdiaus anftänbig„angelegten ©haracter, unö biefe finbet man bo<h nur fetjr feiten im £eben. 3<h„tnill bas HTeinige nerfudjen, um biefe frönen (Eigenfdjaften recht in ifjm aus«„5ubilben, unb jmeifle nicht, baf mir bas auch mit ©ottes bjiilfe gelingen mirb. . . .

„19. ZITärj f880.

„ ... . Don mahrer ^reunbfdjaft ift fet?r feiten bie Hebe. XtTeift ift es„ausfd)Iie^Iid; felbftfüdjtiges 3ntereffe, melcbes bie UTenfd)en leitet, unb bas ift nie„ein fdiäues UToti». 2Tfan fann fidj an ben Ringern absähen, baf foId?e„fogenannte ^reunbfdjaft auch nur folange bauert, als eben bas 3ntereffe norhält.„Der (Egoismus, ober nielmeljr ber ©rieb ber Selbfterfjaltung, ift in jebcn„DTenfdjen mehr ober minber tief ® n fluger unb unwichtiger

„ZRenfd} 5iet?t bies Ruberen gegenüber in feine Berechnung. ©f?ut er es nicht,„fo »errechnet er fid) fehl - b?äufig. Das ift eine Sfebensmeisheit, meldje bie meiften„DTenfchcn erft im fpäteren Hilter nach nielen trüben (Erfahrungen ermerben.„(Eigne fte Dir fd)on jetjt an. ^aft t£?ut es mir leib, Dir bie HTenfchen fo aus«„5umalen, unb Dir Dein reines, unuerborbenes ©emüth bamit 5U »ergiften.„Ceiber aber h a * 'nid) meine (Erfahrung baju gebracht, bie tüelt nou biefem„Stanbpunft aus betrachten 5U muffen, unb möchte ich f° gerne bie nieten„bitteren (Erfahrungen, bie ich h a be machen muffen, erfparen. Deshalb thue id]„es. 3 n Deinem JHter, mein 3 un S e ' buchte ich grabe fo, inie Du h eute ' unb„fühlte mid) uiel tnohler babei. . . .

„fO. 2lpril 1880.

„ ... . 3uld)en begeiftert aerabeju mit ihrem jauberifchen Clanierfpiel.„Don ©ag 5U ©ag mirb es nerführerifdj fdföner, burch ben feelennollen Husbrucf„unb ben munberbar meinen Htifchlag. Dabei bas auferorbcntliche Derftänbnif,„mit tneldjem fte ftets fofort bie fdjönen pointen in einem Stüde auffaßt. (Es„ift mirflid) 5U fdjön, bajj bas geliebte Ifiub mir fo unenblidje ^reube bereitet. . , .

„©ieb mir bod] einmal auf, mie niel Du im (Saiden bort jährlich„gebraudjen muft, tneuu Du anftänbig, ohne 511 nerfdjmenben, burd)fommert rniltft,„unb Dir babei bann Blies felbft anfchaffen mürbeft, Kleibung ic. einbegriffen.„DTad)e einmal einen nernünftigen Ueberfchlag, unb gieb mir nicht ju toenig auf,„bamit Du auch tnirflid) bann ausfommft. ©enire Dich nicht babei, mein Ejerj,„beim ich bin ja felbft jung getnefen, unb t»ei£ ja iiberbies auch, baf Du nichts„nerthuft. Hur rathe ich Dir: ©ehe nie, inie ber (Englänber fagt „O11 false„pretences", b. h-, uiolle nie mehr fd)cinen, als inie Du mirflid) bift, beim ner«„nünftigen £euten gegenüber macht man ftch baburdi nur lächerlich uttb an ber„HTeinung Hnberer braud)t einem ja garnichts gelegen 5U fein." ....

„Pf. Hpril f880.

„©eftern Htorgen um 3 Uhr ift unfer guter, prächtiger paftor Bitter„entfchlafen. Hamburg nerliert in ihm, meiner HTeinuug nach, einen feiner beften„Hlitbürger. 3^? f? a b e ben ZTTann unenblid) I^ocifgefcljä^t unb geliebt, unb h a *„er nerebelnb auf mich eingemirft."

„\6. Hpril f880.

„3d? fenbe Dir Husfchiiitte aus ben h eu tigen ffamburger Hadjrichten.„Du ftehft baraus, tnelche XDirfung ber mahrhaft gute unb redete Stebensmanbel„eines Htenfhen bo<h überall h c moi - 5ubriitgen im Staube ift. Hieinem ©efühl„nad) ift Derartiges ber fdjönfte ©ebenfftein, ber einem HTenfchen überhaupt nur