3m folgerten 3 a fy re beftimmte if)n 6er Dater, 6ert Beruf eines ©abafsmaflers mit6em eines Cigarrenfabrifanten ju r>ertaufd)en. Philipp faufte fid? am 3uü 1863 alsOjeilfyaber in 6ie pamburgcr ^irma penry Simms Sc Co., ein. Diefe Jirma bittebisher ein ©ommiffionsgefd)äft mit ©nglanb unb Iceu^uttblanb betrieben, I^auptfädjlid} inDroguen un6 ©hemifalien. ITcit Philipps (Eintritt aber nahm fie, unter Beibehaltungbiefer alten ©efd)äfts3weige, 6ie Cigarrenfabrifalion neu auf, meinem gmeige bann Philippinsbefonöere Dorftanb. Der f. 3 U ^ Jf863 6arf alfo als b«r Begrünbungstag 6er h eu t e n °d)unter 6er ^irma „Philipp Baetcfe" beftehenben Cigarrenfabrif betrachtet werben. —
Damals mochten wol)l manche uon Philipps ^reunben ben Uebergang uon berStellung eines erften IHaflers ber Branche jur neu 511 begriinbenben ^abrif'ation als einen2vücffd)ritt betrachten, unb fragen tr>ie bie, weshalb er beim uon einem Pferb auf einen (Efelfteige, finb ihm ju jener &\{ uielfad) geftellt worben. ©r felbft aber hat ben weifen Batl)fd)[ußfeines Daters, ber ihn h^ er leitete, niemals bereut. Bei ber fu^en £ebenslaufbal)n, bie ihmnur uergönnt war, hat er in bem ruhigen, foliben ^abrifationsgefd)äfte Beid)thümer ftwarniemals 3U erwerben r>ermod)t, aber baburch, baß er burch eine uon ihm gemachte fehrpraf'tifche (Erfinbung bie 2trt unb IDeife ber perftellung r>on ©igarren 311 bisher unbefannterDollfommenheit ausbilbete, hat er in feinem CSefdjäfte neben einer guten (Einnahme auchinnerliche Befriebigung gefunben. —
IDas fein Privatleben anlangt, fo muffen wir jeßt einige 3 a h re wieber 3uriicfgreifen.
3m IDinter f858/59 h a *te Philipp 3ufällig auf einem Balle bes perrn 21. p. Braußfeine fpätere erfte ©emal)lin, ^räulein 3e>h anna Kunft, fennen gelernt, bie bamals 19 3 a h realt war. Der be3aubernbe 5tiebrei3 ber jungen, frönen unb 3ierlichen Dame wirfte gleich beimerften ^ufammerrtxeffert mächtig auf Philipps ©ermitl), unb balb gab er fid) bie größte2Tuif)e, ihre (5imeigung 311 erobern. Das war fein leichtes Beginnen, benn Jräulein 3 °h annaKunft würbe ihrer anmuthigen Schönheit halber gar vielfach umworben. Da fam Philippbie alte ^rennbfchaft, bie ihn, wie wir wiffen, feit ber £el)rlings3eit mit ©uftav Uunft,3ot)anna's älterem Bruber, verfnüpfte, ganjaußerorbentlid) 3U ftatten. Durch ©uftan würbe ernun halb in beffen elterliches paus auf ber (Esplanabe ITr. 37, bei feinem fpäteren Schwiegernater,bem perm 3°i?ann permann Dieberid) Uunft eingeführt. £s gelang ihm für feineernftlicpe Ueigung ©egenliebe bei 3 e anette (fo würbe fie 3U paufe gerufen, obwohl fie3ohanna getauft war) 3U ertvecfen. IDeniger begiiuftigte, neibifche Bivalen fuchteu 3war bieauffeimenbe, junge Siebe burd) allerhanb 3'driguen 311 ftören. (Eines ©ages fanb fid) ineiner patnburger Leitung bie compromittirenbe Iti^eige: „Philipp wibmet fid) jeßt gan3ber Uunft" unb ©ag's barauf bie weitere: „3eanette banft Philipp". Diefer plumpeDerfud) Utißverftänbniffe 3U fäen, fcpeiterte bei ben 3wei pauptbetheiligten, bei 3 c a netteunb Philipp inbeß nöllig, unb führte im ©egentheil wenige ©age barauf ju einer ©rflärungfeitens Philipps. 2lm 2\. 3wti f859 hatte er mit mehreren ZTTitgliebern ber ^amilie Uunfpunter benen fid) natürlich aud) 3 ea nette befartb, in feinem Segelbote bem „IDinbfpiel" eineSegelparthie auf ber ©Ibe nad) Schulau hinunter unb 3urücf unternommen. 2luf bem Biicf=wege uom pafen 3ur ©splauabe faßte er ftd) ein per3, geftanb 3eanette ferne Siebe unb fanb€rf)örung.
lieber bie 2lbftammung non ^räulein 3°h anna 2funft giebt bie nadjfolgenbe2lE)nentafel, welche ihre 8 Urgroßeltern fämmtlid) aufführt, näheren 2luffd)luß.