— 264 —
„unö auch einigen 'Kaufleuten, u. a. aud) bjerrn (Eonful Uligault. Philipp„»obnt im Britifh fjotel unö jatjlt bafelbft monatlich f8 Ctjal. = £'öor, ctma„50 <Eourant4TCarf, für Koft unö £ogis, ohne Neuerung unö £id)t. (Er fcfjreibt fetjr„uergnügt unö 5ufrieben, unö Eyoffe id), ba^ er fiel; öort gute Kenntniffe ermerbeu„mirb. (Empfehlungen h<4 er reichlich, an fetjr gute Bremer ^amilien." —
Der (Einfluf öes einfachen unö ftraffen Bremer £ebens »irfte »ohlthätig auf öettjungen Hamburger ein, unö hinterließ bei ihm einen fo bleibenöen (Einbruch, baß er 22 3ahrefpäter feinen eigenen älteften Sohn ebenfalls auf mehrere 3ahre nach Bremen in öie £eßrefanöte. Das folgenöe Heine ©efehiebtehen mag es beleuchten, »ie ftrenge 5U PhilippsReiten in Bremen auf einfache Sitten gehalten »urbe. Als er eines Utorgens mit einemSpajierftocfc im ©efcßäftshaufe erfdßen, öa fragte ihn ein alter Procurift in halb plattöeutfcherBTunöart: „Ba, Ba et die, bieten Se öe bjunnen?" natürlich blieb öer Spajierftod? fortanbei ©efcßäftsmegen 5U ffaufe. —
Damals fdßoß Philipp enge 3 l< 9 cn ^ s J l ' en,1 ^f < hafte" mit 3»ei jungen Bremern,mit öem fpäteren Bremer Senator 3°h ann Adjelis unö mit öem fpäteren Deutfdjen (Eonfulin Beapel Siegfrieö £eupolb. Diefe Jreunöfd)aften tuaren r>on Dauer. —
Ueber öie nun folgenöe ,geit berietet niemanö beffer als Philipps Pater in feinenBriefen an ©scar unö Unna Stocffletl). So fchrieb er am 13. ZTtär5 1856:
„Seit Sonntag BTorgen ift imfer Philipp non Bremen 3urüc?gefehrt.„3d? ftnöe, baß fein Aufenthalt öort öo<h nicht ohne Buhen für ihn gemefen ift.„3et?t rüftet er fi<h nun eifrig 5U feiner großen Beife nad) hjauana unö Borö=„amerifa, tuohin er am 25. Blär5 über £oitbon unö Southampton abreifen mirb.„Sein Dampfer geht am 2. April pon Southampton. (Sott gebe, öaf alles gut„unö ju feinem Beften ausfallen »olle, unö er uns fo gefunö, »ie er uns perläßt,„nach einem 3 a ^ re jurüeffehren möge. (Er freut fi<h uneuölich ju öiefer Beife."
(Es galt Philipp öamals, öen £)auana ©abaf am Urfprungsorte, auf öer 3 n f e l(Euba felbft, 5U ftuöiren. Bid)t lange blieb er inbeß in fjauana. (Ein 5U111 ©liicf nur leidjterAnfall öes gelben Biebers 3»ang ihn, öas uugefunöe Klima fchleunigft mit öem befferen ponBem^o*?, 5U uertaufchen.
Am 5. 3uli fchrieb öer Pater »ieöerum:
„Pon Philipp h atte id) einen Brief aus Be»42orf Pom 19. 3 un b„(£r »ar ganj »ohl. Die Staöt, fottüe Stateu 3slanö, »0 er mit feinem ^reunöc„Dlichahelles *) jufammen »ohnt, unö auch namentlich öie Bay pon Berotec?„finöet er ganj »unöerfchön." — Unö fpäter:
„Pon unferem Philipp jtnö inöirect gute Bachrichten eingelaufen pon„öem Sohne öes Senators ©oßler, r>on f)einri<h ©oßler, aus Boftou. Diefer„ermähnte in einem Briefe nom 24. September, Philipp h a be aus Quebec„fommenö, öort in Bofton mehrere ©age permeilt unö fei pon öort nach öem„IPeften abgereift; (alfo »ahrfcheinlich ju meinen Brüöern ©uftau unö ^rai^),„fein Ausfehen fei gefunö gemefen. (Er fd)eint ftdj öort in Bofton öurd) fein„Betragen fehr angenehm gemadß 311 hüben. ©hne öirecte Briefe poit ihm, finö„mir aber noch immer, »as id) mir nicht red)t erflären fann, öenn feit öem„18. 3 U Ü unrb er &o<h fi<h er lid? mehrere Blale gefeßrieben haben,"
lieber öen Befind), öen Philipp bann feinen Permanöten in Blichigan abftattete,liegen uon anöeren Seiten allerl)dnb Berichte uor, aud) er felbft erjäßlte in feinen fpäteren3ahren noch häufig unö gerne uon öer überaus freunölichen unö heimlichen Aufnahme, öie
21nmevfung. ') €. lü. ITTictjabcIIes.