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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
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Sein Bruber Philipp fdjrieb feiner Sd)ir>efter Elifabetfy:

„Es gefjt uns allen fo manche frofye unb ^eitere (Erinnerung unferer„3ugenb mit hm 511 ©rabe. Er mar ein 5U nobler unö 5U anftänbiger Cfyarader„für biefe IDelt. Datier ruft ber liebe (Sott ifyn aud? moljl 5U fid). gumeilen„benfe icbj mir aud), ba£ unfere geliebten Eltern im pimmel Seljnfudjt nad} if^ren„Kinbern fyaben, unb bafj ber liebe (Sott besfyalb ben beften uon uns 5U ifynen„fenbet. — Schöner fonnte hm fein Enbe nicht merben, als uon Sir, ITiaria„unb ITfap fo treu unb 5art gepflegt 5U merben. IDir alle merben es Euch nie„uergeffen. . .

Sein f^reunb, ber ZHaler Bottomley, fdjrieb in einem Beileibsbriefe an StubtuigBöhl u. a.:

„Sein ©emiith unb fein Cfyaracter maren ebenfo ebel mie feine ^iige.„Niemals Ijabe ich Cl^amiffo's Sieb „Er, ber perrlidjfte uon Hillen" gelefen ober

„fingen gehört, ohne an Dr. 3 U ^ US 23aet<fe 5U benfen IDie fonnten cor

„Begeifterung feine Kugen flammen, unb fein gan5es IDefen fidj beleben 1 3 a '„fein reines (Sefüljl für alles Erhabene unb Schöne, fein männliches ^euer, feine„reid}e Begabtheit, uerbunben mit faft finblid}er Befheibentjeit, fein fympatljifhes„Eingeben in feine ^reunbe ftnb feltene Dorjüge, benen mir nie mieber fo„fyarmonifd) oereinigt begegnen merben. . .

peinridj r>on ©reitfhfe felbft aber fcfjrieb an ITiap BaetcJe u. a.

„Sie merben aus meinen legten beiben Briefen erfeljen Ijaben, mas 3fyr„lieber Bruber mir mar unb mir uerjeitjen, menn i<h nicht im Staube bin, über„bas, mas mid) in innerfter Seele bemegt, oiel 511 fpred?en. 3h l^abe faum je„einen fo eblen Cfyarafter, ein fo burd)aus reines per - 5 gebannt, unb immer„bebauert, baff mi<h mein Sebensmeg mit meinem alten Jreunbe in fpäteren„3al?ren nur auf Kugenblicfe mieber jufammengefüljrt ^at. Ztun fyatte id) fo„beftimmt gehofft, im nädjfteu perbft recht lange mit hm jufammen 511 fein unb„bie Erinnerung guter alter Cage 5U erneuern; unb gerabe jetjt muf ge«„fhieben fein! . . . ."

ITofyl bem! bem folhe IDorte beim Scheiben nachgerufen merben. Ein foldjes Stehenmuf maljrlih lebensmerth gemefen fein, auh menn ber praftifhe Erfolg it?nr fehlte, unb inber tEfyat erfheint ein folher Kbgang uon ber Bühne bes Stehens benn boh nod} etmashöheres 3U bebeuten, als menn einem Berftorbenen üielleidjt bas geugnif erheilt merben mag,er fei im fyarten Kampf um's Safein, vücffiditslos praftifdj unb besl)alb erfolgreih gemefen. —

Körperlih t?atte 3ulius niht gemj bie fjünengeftalt feiner beiben jüngeren Brüber-immerhin mar er uon ftattliher ©röfe, unb feine gefhmeibigen, Fräftigen (Slieber fügten fthin uollftem Ebemnaafje an einanber, fein fein gefhnittener, oualer, ausbrucfsuoller unbbebeutenber Kopf, mürbe burch smei tiefliegenbe, burhbringenbe ernftljaft unb bod] lebhaftblicfenbe blaue Kugen erhellt. Sein reidhdjes bjauphaar mar bunfelblonb.

Beftattet mürbe er auf betn munberbar hübfh gegen bie Clybe hi"/ am Kbljang einesBerges belegenen Kirdhof uon ©reenoef. Ses felfigen Untergrunbes falber miiffen bieSteingräber bort aus bem ^els bes Berges fyerausgefprengt merben. Sas baburh gemonneneSteinmaterial mirb uielfah 3 11 ©rabmonumenten uermanbt, mas bei bem nur fpärlihenPflanjenmuhs bem Kirchhofe bas Kusfehen einer grofen ©ruppe uon Senfmälern giebt.Kuh f c ' n ©rab 3iert ein Ijoljer, fhlcmfer ©belisf aus mettehartem, rohen Sanbftein mitber einfachen 3 n fh 1 -'ifl feines Kantens, feines ©eburts- unb feines Sterbetages. —

IDir menben uns uon hm ju feinem nähftälteften Bruber ©uftau Philipp BaetcFe.