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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
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Sd?lesmig»f}olfteinern ben Deinen abgenommene ©efion befictjtigt Ijattc, durfte jetjt mit einigenanbeten ^reunben ©agern ein ©efangftänbd?en bringen. Der gefeierte ZTtann rief öie jungen£eute ju ftd? in's Limmer unb rebete auf fte ein. IDas IBunber, baf feine Berebtfamfeitil?nen feffelnber erfd?ien, als mie bie £et?ruorträge ib^rer Sd?uIprofefforen. ©roijbem beftanb3 u Ii us ©ftern (850 fein 2lbgangs=€jamen ol?ne Sdjmierigfeiten unb trat bann förperlid?unb geiftig frifefj in bas Huiuerfitätsleben ein. —

©r manbte fidj junäd)ft nad? ©öttingen unb ruibmete ftd? fjier feinem Stubium mitbeträd?tlid?em (Eifer, mie bas ber folgenbe an feine Stiefmutter gerichtete Brief erfennen läjjt.

„©öttingen, 2. Icouember (850.

„Kleine liebe BTutter 1

...... Du fdjriebft mir, baf 3t?r ©ud? je£t fd?on ganj auf ben

„IDinter eingerichtet hattet unb ©ud? recht fomfortable fühltet. Das fann ich„je^t aud? uon mir fagen. 3<i? mu £ aufrid?tig geftehen, bafj es mir 3uerft bei„meiner Knfunft l?t(r uid?t rec fyt ruieber jufageu mollte, nachbem ich nun aber„einige IDochen l?i er bin, gefällt es mir bod? fehr gut. 2Ttit meiner lBol?nung„bin ich f e t? r äufrieben, noch mehr aber mit meinen Kollegien, tr>ie id? benn„überhaupt mein Stubium immer lieber unb lieber geminne. 3^ t?°re äugen»„Midlich bie anatomifdjen Demonftrationen bei £angenbed; präparire Kngiologie,„b. h- bie ©efäfe, l?öre ferner i}ifto!ogie unb ©ntmidelungsgefd?id?te bei IDagner,„Phyftologie bei Bergmann, repetire bie ©hemie unb befud?e ein einftünbiges„publifum, bie Phyfiologie ber geugung, bei IDagner. llebrigens h a be id? bei„ber Quäftur für biefe ©efd?id?te 6 C'bor unb \ ©h' r - 20 ® 1 '- bledjen müffen, bod? ift„bas ©elb ja für biefen am beften angeruanbt.

„Soeben fomme id? aus einer ITTcbicineruerfammlung, ruo über ein„bem B^ieftgeu, fehr beliebten unb überaus tüchtigen profeffor ber ©l?irurgie Baunt„an feinem ©eburtstage, ber morgen über 8 ©age ift, 5U bringenbes Stänbdjen„berathen mürbe. 3 C *? glaube, bajj id? ©ud? fd?ott in bjamburg uon biefetn aus»„ge3eichneten ITTanne erjählt habe. 3^ f reue darüber, bajj ihm auf biefe

„IDeife ein Reichen ber ilnerfennung gebracht mirb. Icäd?fte ©ftern vuerbe id?„näher mit ihm in Berührung fommen, ba ich &ann bei ihm bie ©l?iturgie„hören ruerbe. Die Uniuerfität l?at einen empfinblicheu Berluft baburef? erlitten,„bafj biefen I1!id?aelis ein überaus tüchtiger profeffor, ^reridjs, (er las allgemeine„Pathologie unb patl?ologifd?e Knatomie) nach Kiel gegangen ift. ©s mirb nächfte„JDoche eine Supplif, uon fämmtlid?en h( e f'9 en mebicinifdjen Stubenten unter»„fchrieben, an bas KTiniftertum in £?annouer abgehen, morin um Hüdberufung„uon ^rerichs, ober um bie Berufung eines anbeten tüchtigen BTannes an beffen„Stelle erfudjt mirb. ^öffentlich mirb biefe Supplif uon ©rfolg gefrönt merben.„Dajj Papa je£t fo uiel 3U thun f?at, ift j a prächtig. Bitte, grüfe ihn red?t„he^lid) uon mir, unb bitte ihn, fid? bod) nur ja rcd)t 311 fd?onen.

„ 3d? füt^Ie es tuirfli<h fo red?t, tuie gliidlid? id? bin, einen

„foldjen Ktann 311m Bater 5U haben." ....

Der juuge Stubent hatte fid? im Sommer=Semefter (850 aud? einer Berbinbungangefdjloffen unb 3tuar einer Progre|»Berbiubung, ber bjannouera, ben fogenannten „grünenf}annoueranern." Diefe Berbinbung, urfprünglid? eine Burfchenfdjaft, hat fid? in5mifd?en 3um©orps umgetuaubelt. Sie hatte bamals 3ahlreid?e ITlitglieber, unb aud? fein Better HubolfBaetde, ber, mie mir fd?on miffen, gleid?3eitig mit ihm in ©öttingen ftubirte, mürbe gleich®3eitig lllitfneipant biefer Berbinbung. ©r ift nod? h eu te im Befitje eines ihm uon unferem3ulius bamals bebicirten ©ruppenbilbes ber bjannouera aus bem 3 a h re f853, bas bie Bilber