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„7. mai \8^9.
„IDer es bahin gebraut fyat, an ben ^reuöen unb Reiben ber Umgebung„Cljetl ju nehmen, nicht blos Ieibenb, fonbern auch t^ätig, alfo feinen Hächftcn„5U lieben, ber ift ein gliicflidjer HTann. Uuclj hierin leiftet bie ©etuofynfyeit oiel,„halber man ft<h nicht früh genug biefe Hidjtung aneignen fann. 3^? fenne„Hieufcben, bie ben lebhafteften 31ntl}eil an ber UTenfd)l?eit nehmen, aber nicfjt„am (Einseinen. ^cblerbaftl Huu gar UTenfd)enIjaffer! Es 311 fein, rühmen„fid) fogar Blanche! Entmcber finb fie oerriicft unb bann 3U bebauern, ober fie„finb fdjled)t. Dabei finb foldje £eute häufig fo empfinblid], baf| fie fidj r>on„3ebcm surücfgefe^t unb ungenügenb geehrt glauben. 3 n % er Dummheit„prallen fie nod) mit ihrer Siinbe, nicht gemabr merbenb, bafj fie il?r eitles,„fd?Ied?tes, bummes 3 nne r' e uad) Hufen sur Schau feieren. ....
„IDebe bem, ber nidjt in ber Hrbeit fein Derguügen finbet, er mirb mit„feiner Beftimmung, bem Sieben, nicht fertig. IDenn es föftlid) ift, fo ift es Blühe„unb Hrbeit." —
„9. 3uli f8(f9.
„IDeldj' fjerrlid)e BÜorgen, bie legten! Seitbem ich bie ©eniiffe unb„Portbeile biefes tEl?eils bes Hages aus eigener «Erfahrung fenne, erfdjeint mir„bas lange Schlafen meibifcl), unmenfdjlidj, unbanfbar, ja fd)led}t. So ift ber„Btenfd). Hur bas, inas er fid} uerseiljt, ue^eibt er Hnberen auch, menn er„überall bahin gelangt, bas für Unrecht ansufeljen, mas er felbft tljut ober läft." —
„21.3uli f8^9.
„Bei Beurteilung £ebenber fe£?e man befonbers barauf, ob fie bie Hotf?»„m enbigfeit eines guten £ebensmanbels einfetten unb mit Ernft bemgemäf an ftd)„arbeiten. 3 ,limer unrb £et5teres Beinern gelingen. Hiemanb ift gan3 gut, ber„Eine nur meniger fd?ledjt als ber Hnbere. Uns mujj in Hnberen bas Streben„nadj Befferung genügen. Dennod) finb mir meiftens fo ftrenge! Rechtfertige„babureb bas Urtheil Hnberer über uns." —
Um 5U einem Hbfcbluf über feinen Cbaracter 3 U gelangen, erübrigt fieb nur nod?eine furse llnterfudjuug feines ©laubens.
Bielfacb fdjon finb mir auf feine b°he Perehrung eines allmächtigen, allmeifen unballgütigen Schöpfers geftofen, ben er in feinen IDerfen, sumal in ben leblofen, bemunberte,unb ben er fieb als ftünblid) unb täglid) in unfer £cben beftimmenb eingreifettb badjte. Damitmar er ben ©runbanfebauungen bes Ebriftentbums gefolgt, uon beffen Dogmen, beffenDreieinigfeitsglauben er fidj im Uebrigen faft uöllig Iosgelöft b a 'ie, unb beffen firdjlidje©rganifation er förmlich b a f* e - ©rofbem, ober gerabe besbalb, rang er nad) einer Per*förperung feines ©ottesbegriffes in fd)öne formen, unb fanb fie in ben Herfen unferes©efangbuebes, mie es feine folgenbe Blabnung an feinen Sobn bartbut:
„ . . . Richte Deinen Sinn fleiffig auf ©ott. Es tbut uns Hllen Hotl). . . .
„£ieft Du oft in Deinem ©efangbuche? Siebft Du Dir audj 5umeileu„bie Hummern an, bie ich Dir bort aus3eid)nete? Es ift bas bföcbfte, mas ber„menfcblicbe ©ei|i geliefert. Hid]t Kunft noch IDiffenfcbaft, felbft nicht bie„Hftronomie, erreichen biefe heilige fcföhe uitb friebliche Ciefe bes Begriffes „©ott".„IDenn id) früher burdj bie Pracht feiner IDerfe im 3uuerften ergriffen marb,„mie 3. B. bureb einen Sonnenuntergang, eine fchöne ©egenb, bas BTeer, fo blieb„ich unbefriebigt. 3^? meinte, es rühre baljer, med ich uüt IDorten bas Empfunbene