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„es xft pielniefr bie Kranffeit bas lebenbige Beftreben eine Sd)äblid)feit, ober, mettn„biefe nid)t me!)r porfanben, bereu finterlaffcne IPirfnng ausjugleidjen, 3U ent*„fernen. Darin befolgt fie, bie Xcatur, nur it)re befannten ©efe^e, bie auf„Selbfterfaltung abjielen." —•
Am 10. 2dpril {8^:
„Die ©efd)id)te ber ITCebicin meif pon enblofem IDedjfel ber Syfteme 511„e^äfylen. So roirb es immer bleiben. 2lus bemfelben ©runbc med)fcln bie„Kranfen aud) fo oft mit ben Sterben. £s foü feine Siedle unb feinen ©ob„mefyr geben. IPolcfes Syftem unb meldjer 2lrjt am fredjften unb überjeugenbften„£)erftellung, ober bod) Onberung 511 uerfpredjen mei|;, bem mirb für einige <5eit lang„ftets geglaubt, folange bis enblidj bas publifum inue mirb, ba§ es getäufcft„mar. 3 n ber ^mifc^enjeit fat ftd) mieber ein neues Syftem ober ein neuer„2trjt Bahn gebrochen.
„freilich giebt es Sd)äblid)es unb Zuträgliches für ©efunbe mie Kranfe.„Beib.s ju erfennen ift bas Stubium öer 2lrjueifunbe, nur ift bas <5uträglid)e„in ben feltenfteu fällen in ber Apotfefe 511 ftnben, unb bei Krauffeiten foll„man feltener fragen: „mas ift ju tfuu?" als: „mas ift ju ünterlaffen?" 3^„fann meift nur ratfjen: „meibet pofitiue mie negatiue Sd)äblid)feiten, bie Be==„gefungs= mie bie Unterlaffungs^Sünben." lieber biefe faben mir am efeften„©emalt, — eine Kranffeit mill it^ren Perlauf faben." —
ferner am f9- 3 U ^ \ 8 19 :
„3't biefer lladjt fdjlief icl) menig. Bad) p/s Ufr mürbe id) jmeimal„geholt. IPenn id) bann mübe, laljm, mein f}erj poller Sorge um bie Kranfen,„im Dunfeln burd? bie Strafen fdjlcidje, fo freue id) mid) jeft immer, baf Dein„©efdjäft biefe Auftreugungen unb Sorgen nid)t pou Dir forbert. Könnten mir„nod) poit grofem Hufen fein! 3 n ben fdjmerften fällen müffen mir bie tjänbe„falten, bie Kranfen unb bie llmftefenben tröften ober läufdieit; bas ift es mas„id) mir uacf) aller llliife fage. ©cnefet ein Kranfer bagegen, fo fabe id) nur„bie gleiche ^reube, bie jeber Anbere aud) bariiber empfinbet, benn mir fdjreibe„id) feine Perbienfte 511, fotibern alles nur ©ottes Peranftaltung. Die l)eftigften„anljaltcnbfteu, fdjmerjtjafteften Kranffeiten fönnen nad) feinen in uns hinein-gelegten ©efefen in ©enefung übergeben, menn mir bie Kräfte fdjonen, unb„unterftüfen, fei es burd) ftrenge Diät, fei es burd) Hegimen. ©cbulb mit„©lauben. Hid)ts Sd)limmcrcs mie lllangel an Ausbauer."
©s liegt nal)e, baf er, ber feine ©fätigfeit berjenigen eines ©ärtuers perglid), l)ol)enIPertl) legte auf bas bamals im Allgemeinen nod) fo menig bead)tete ©ebiet ber Hygiene.Unb in ber ©fat, feine f^aupterfolge als ^aus^Arjt beruften barauf, baf er energifd) unbburcfgreifcnb Sd)äblid)feiten red)t5eitig abjuftellen unb 511 nerfinbern mufte. Por Allem marer für bie jarteften ©lieber ber menfd)lid)en ©cfellfd)aft, für bie Kinber, ein ganj uorjiiglidjerArjt. Sd)on bei bem Säugling begann porforgeube Pflege; babei geriet!? er mit benAmmen oft in fd)arfeu Streit. IPäfrenb biefe 31t feiner Z £ d allgemein ben fleinen IPeltlnirgerburd) ©inmicfeln in ©iid)er auf bas Aengftlicffte por jebem £uft3ug 311 bemafren fud)ten,perlangte er, baf allen ©liebern ber neugeborenen ©ntmicfeluugs« unb Bemegungsfreifeitbelaffen merbe. „Sticht, Stuft unb Sotme finb bem jungen IHenfcfenfinbe ebenfo notfmenbig,mie ber jungen Pflanze" pflegte er 311 fagen. ©in nad) (Dften ober inib-®fteu belegenesLimmer, bas früfseitig am ©age febon Sonnenfd)ein erfielt, beftimmte er bafer mit Porliebeals Sdjlafjimmer für junge Kinber. — 2Dud)feu fie feran, fo regelte er bod) lange nod) ifre
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