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entfdjiebeft Du Dich mit einer für Dein 2Xlter ungemöljnlid)en„Befonnenfeit erft am bod) ben Hnftof gab ber 13./U., ein BTontag.
„Donnerstag, ben f6./U., ftc£?t in meinem Cagebudje : „Bubolf Ijat mir biefen„Hbenb erFlärt, baf er fid? entfdjloffen ijabe, £anbmann 5U roerben; mit bem„gufafe: „Dann jiefyt 3h 1 ' in (Suren alten Cagen 3U mir hinaus." So gute„©runbfäfe, tfeuerftes Kinb, finb eine Bürgfdjaft bes (Belingens Deines Unter*„nefymens. 3<h glaube, Du I?aft bas Sichtige für Dich ermählt."
„Ututter fctjrieb in ifyr (Tagebuch, baf| Dein (Entfchluf ifyr C£?ranen„gefoftet. (Es merfe ihren £ebensplan ganj um. Sie fürchte nun in ihrem Hlter„gan3 einfam ju fielen. Sonft mar aud) fie mit ber IDafyl feE?r jufrieben. —„Du fiefft baraus, mie notfjmenbig es ift, ein Kinb mät)le feinen Beruf nur in„BiicFfidf auf ftdj felbft. XDenn Du nun ifyretmegen Ui-jt gemorben? Sie märe„aud? bann geftorben. — Sie genof Did? ben tüinter mit ganjer mütterlicher„Seele, Flagte nie über Deinen (Entfchluf unb entlief Dich am fcf UTärj mit„ihrem tiefgefühlten, uon Chränen h a ^ erftieften Segen. Sie umfchlang Dich„mit ihren 5itternben Hrmen, 3h r ftanbet am £Iat>ier; mas mag fie empfunben„haben! Sie h at te ein Hedjt ju biefem Segen, Du hatteft ihn nerbient. 3ft es„Dein ernftlicher XDille, ifn auch fernerhin 3U uerbienen? 3^ traue Dir, geliebter„Bubolf. Diefen Ubfdfeb rufe ich Dir in's ©ebädjtuif surücf, um Deinen guten„IDillen für bie ferneren Stunben 311 ftärFen, bamit Du in ^ufunft fortfährft„Deiner frommen XTTutter, bie nur mit frommen im bjimmel jeft umgeht, ^reuben„3U machen, bamit Dein £eben heiter mie bas ihrige, Dein <£nbe fanft mie bas„ifrige fei, bamit jenfeits (Euch nichts Böfes trenne l 3h 1 ' ©ebächtnif mirb nie„in Dir erlöfdjen. F}ohe £iehe, begrünbet auf hödjfter 2ld}tung, mirb es ftets in„Dir erneuern. IDic oollfommen mar biefe ^rau! Hls Kinb, als ^rau, Ulutter,„^reunbin! Sie hinterlief Feinen ^einb !" ....
,30. 3 a,lu a r 1850.
„Soüteft Du einft 5ur (Ehe fefreiten, fo laf Dir bas ein fefr ernftes„©efchäft fein. Der Unterfdfeb an 3 a h ren muf gering, bas Uläbchen gut,„gefunb, gebilbet fein, ©laube meiner alten (Erfahrung, Feins biefer (Erforberniffe„barf für Dein ©lücF fehlen. Dann fei immer fanft unb rficffichtsDoll, nidjt„eiferfüdfig auf Deine iferrfdjaft, fei mit bem Berhältnif eines gut gehaltenen„SFIauen 3ufrieben. BollFommen ift Deine Künftige nidjt. Sudjt uon uornherein„Eud? gegenfeitig 3U uerebelu. Beobachte immer Hnftaub unb HTäfigung. —„Suche ifre Heligiofttät, ifre Sittlichfeit 311 meefen, fie 5U über3eugen. Daun fei„nicht ihr SFlaue, fonbern h a Üc mit ruhigem (Eruft, mit befonnener Husbauer„auf bas Hechte. (Eine hofe Hufgabcl Du bift uerloren, menn Du h e ftig ober„nachläffig mirft." . . .
,36. 3onuar f850.
„®hne uns gegenfeitig unfere Befürchtungen mit3utheilen, legten mir„biefelben. 3^ mufte im Boraus, baf mir mein fjaus ofne Dich nicht gefallen„mürbe, meldte Kämpfe mich nac h Deinem JDeggange ermarteten. 3^ bin„bamit nod; nicht fertig. XTteine £age h at Bo^üge unb nachfeile uor ber„Deinigen. (Erftere beftehen in ben ^erftreuungen einer grofen Stabt unb in ber„grofen ^afl uon Bermanbteu unb ^reunben. ®ft gelüftet es mieb, mir mein„BTittagsmahl 511 £)aufe 3U beftellen, bod) unterlaffe ich es - 3°h Fefre ftets„jerftreut unb erfreut h^im. 2Xud) h a ^ e idj einen gebilbeteren ilmgang als Du.